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Agnes Spiegel zurück vom Einsatz


Agnes Spiegel ist von ihrem 4-jährigen Einsatz aus Uganda zurückgekehrt. Ziel ihres Einsatzes war es, die NGO Kawempe Home Care in Kampala und das Team Monitoring & Evaluierung bei der effektiven Planung, Überwachung und der Durchführung von Projekten und Programmen zu unterstützen. Dabei ging es sowohl um eine effektive Sammlung, Aufbereitung und Weiterverwendung medizinischer Daten, als auch um die positive Entwicklung und Erweiterung des Programms und die Mobilisierung von Ressourcen.

Agnes hat nach der Ausbildung zur Krankenschwester in Krankenhäusern und ambulanten Pflegediensten in Deutschland gearbeitet. Zwischen 2005 und 2008 arbeitete sie für den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) im Tschad: in Sarh in der Apotheke und der Operationsabteilung eines Krankenhauses und in N’Djaména zum Thema HIV/Aids-Politik des DED. Danach war sie für den DED drei Jahre in Niamey/Niger und unterstützte eine NGO und Selbsthilfegruppen in Gesundheitsförderung, Organisationsentwicklung und Projektmanagement.

Du bist seit kurzem zurück. Hattest du nach deiner Rückkehr einen Kulturschock?

Im Juli kamen wir zurück nach Deutschland und ich war erstaunt, dass alles so schnell abläuft. Alle Leute haben es eilig und nehmen sich nicht mehr Zeit als unbedingt nötig. Keiner schlendert oder wartet gelassen ab. Das war ich nach 4 Jahren Uganda nicht mehr gewohnt.

Du warst 4 Jahre im Einsatz. War es so, wie du dir die Sache davor vorgestellt hast?

Ja, es waren 4 gute Jahre. Ich hatte interessierte, offene und herzliche Kollegen und ein gutes Arbeitsklima!

Was hat dich am meisten persönlich bewegt, geprägt oder verändert?

Eines der Projekte von Kawempe Home Care ist ein Hostel zur Unterbringung und psychosozialen Betreuung von krebskranken Kindern aus entlegenen Regionen Ugandas, die damit die Möglichkeit der medizinischen Versorgung im Nationalkrankenhaus haben. Welchen langen beschwerlichen Weg die Familien bereits hinter sich hatten, als sie bei uns ankamen und wie sie die Herausforderung mit Hoffnung und Glaube angehen, hat mich sehr beeindruckt.

Was machst du als nächstes?

Ich habe im August bereits begonnen, in der Versorgung behinderter Menschen in Berlin zu arbeiten.

Was gibst du neuen Ausreisenden als Ratschlag mit auf den Weg?

Ich möchte raten, dass keiner glauben sollte, dass die Fach- und Methodenkenntnisse, mit denen man ausreist, bedeuten, dass man weiss, wie es funktioniert. Diese Kenntnisse sind ein Teil, den man zu der Zusammenarbeit beitragen kann. Ich denke, dass nur gemeinsame Lösungssuche und gleichberechtigtes Arbeiten im Team nachhaltig ist.

Danke für das Gespräch!

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