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Agua Mayangna


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Extrem abgelegen. Diese Beschreibung trifft am besten auf das 1000-Einwohner-Dorf Musawas zu. Es ist so etwas wie die inoffizielle „Hauptstadt“ der Mayangna, dem zweitgrößten indigenen Volk Nicaraguas. Die meisten ihrer Siedlungen sind nur per Einbaum, Pferd oder zu Fuß zu erreichen, da sie im Naturreservat Bosawas liegen, einem der größten Regenwaldgebiete in Mittelamerika.

Wegen der isolierten Lage leben viele von der Subsistenzwirtschaft, die Armut ist zum Teil extrem. Auch die Gesundheitsversorgung ist unzureichend, zudem sind die meisten Mayangna-Dörfer von der Strom- und Wasserversorgung abgeschnitten. HORIZONT3000 unterstützt die Territorialregierung Sauni As seit 2010, um die Trinkwasserversorgung und Gesundheitssituation der Bevölkerung zu verbessern.

Durch die rasch voranschreitende, illegale Entwaldung durch Bauern und Bäuerinnen aus anderen Landesteilen, steht der Lebensraum der Mayangna unter Bedrängnis. Mit der vermehrten Besiedelung geht das Schürfen nach Gold einher, was eine weitere Verschmutzung der Flüsse zur Folge hat. Wasserfilter aus Ton können hier zumindest teilweise Abhilfe schaffen.

Ziel des Projektes ist die Verbesserung der sanitären und hygienischen Bedingungen in dreizehn Mayangna-Gemeinden. Deshalb werden – unter Einbindung der Bevölkerung – Trinkwasserzugänge geschaffen sowie holzsparende Öfen und Latrinen gebaut. Finanziert wird die Initiative von der Dreikönigsaktion und der Medicor Foundation.

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