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Bald im Einsatz: Christian Pichler


Der gebürtige Südtiroler Christian Pichler hat in Wien Kultur- und Sozialanthropologe und Sozialwirtschaft studiert und arbeitete viele Jahre im Flüchtlingsbereich. Er wird zusammen mit seiner Frau und Tochter nach Tansania, wo er in Kayanga / Karague zwei lokale Basisorganisation in Projektmanagement und Organisationsentwicklung beraten wird. Wir stellten ihm während des MIVA-Gelände-Fahrtrainings im Zuge des Vorbereitungskurses einige Fragen. (Christian schoss dankenswerterweise die Fotos, wodurch er leider nicht auf den Fotos ist …)

 

Christian, wie bist du auf HORIZONT3000 gestoßen?

Christian: Bereits Mitte der 2000er-Jahre kam ich während meines ersten Studiums der KSA (Kultur- und Sozialanthropologie) durch StudienkollegInnen mit HORIZONT3000 in Kontakt. Aufgrund meines zweiten Studiums und der beruflichen Situation habe ich aber erst 2015 am Seminar für InteressentInnen (das ich allen BewerberInnen sehr empfehle) teilgenommen.

Warum hast du dich zum Personaleinsatz entschlossen?

Christian: Die Entwicklungszusammenarbeit interessiert mich schon seit 15 Jahren und hat mich seitdem nicht mehr losgelassen. Meine Frau und ich haben die Entscheidung getroffen, dass es jetzt, speziell aufgrund des Alters unserer Tochter, der richtige Zeitpunkt ist, auf Personaleinsatz zu gehen.

Wie hat dein Umfeld reagiert?

Christian: Eigentlich haben alle positiv reagiert, nur die Eltern sind wegen ihres Enkelkindes ein wenig besorgt. Viele Freund haben sich schon für einen Besuch bzw. Urlaub angemeldet.

Welche Erwartungen hast du an den Einsatz?

Christian: Diese Frage ist sehr schwierig zu beantworten. Prinzipiell gehe ich mit keinen Erwartungen in den Einsatz. Ich hoffe natürlich, dass es einen guten, herzlichen und konstruktiven Austausch geben wird.

Wie fühlst du dich zur Zeit?

Christian: Aktuell habe ich viele Dinge im Kopf, damit die Ausreise mit der Familie gut funktioniert. Ich versuche, so viel wie möglich aus dem Vorbereitungskurs mitzunehmen und freue mich schon auf das In-Country-Training in Uganda, bevor es dann zum tatsächlichen Einsatzort weitergeht.

Fahrtraining war in Stadl-Paura in der Schottergrube. Was hat dich dort beeindruckt?

Christian: Beeindruckt hat mich vor allem die Begeisterung der Vortragenden zum Thema KFZ und Sicherheit. Diese postive Stimmung ist sofort auf uns Teilnehmer übergesprungen. Die 3 Tage bei der MIVA waren super durchstrukturiert, alle waren sehr freundlich und man hat sich rundum wohlgefühlt. Natürlich haben mich diese massiven und stark motorisierten Toyota-4×4-Geländewagen beeindruckt. Was aber für mich fast noch spannender war, war das Erlernen des theoretischen Know-how, z. B. wie funktioniert das 4×4-Getriebe, wie wechselt man schnell und mit wenig Kraftaufwand einen Reifen oder was macht man, wenn man im Schlamm, im Wasser oder im Sand stecken bleibt.

Wie wars im Auto?

Christian: Ich hatte zu Beginn großen Respekt vor dem Gelände (Schottergrube), auch wenn ich schon seit 20 Jahren den Führerschein besitze. Nach einigen Hügeln und Kurven kam langsam die gewohnte Sicherheit beim Autofahren zurück und der Spaß überwiegte. Am Ende des Parcours wäre ich noch gerne länger gefahren, um nochmehr das Gespür vom Offroadfahren zu bekommen.

Und wie ist die Stimmung im Kurs?

Christian: Die Stimmung im Kurs war spitze. Wir haben uns alle sehr wohl gefühlt, es war eine tolle Mischung zwischen Wissenstransfer, Praxis und Spaß und Freude an der Sache. Alle MitarbeiterInnen und Vortragende vor Ort waren freundlich, zuvorkommend, fachlich kompetent und einfach locker drauf. So macht  Lernen und Üben richtig Spaß.

Vielen Dank für das Interview. Alles Gute für deine Arbeit!

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