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Bereits im Einsatz: Rainer Kasik (Papua Neuguinea)


Rainer Kašik ist Mitbegründer von X ARCHITEKTEN, die sich 1996 als Team mit flacher Hierarchie und der Variablen X in Graz gründeten. Er unterrichtete an der TU Graz und TU-Berlin und war Vorstandsmitglied bei Architektur ohne Grenzen Austria.

Ziel seines Einsatzes ist es, die Planung, Umsetzung und Verwaltung von Infrastruktur-Projekten und -Programmen zu unterstützen, um die diözesanen Bildungs-, Gesundheits- und Sozialdienste effizienter zu gestalten. Eine der Hauptaufgaben des Project Office, welches vom Projektpartner und HORIZONT3000-Berater zusammen getragen wird, ist die Abwicklung von bedarfsorientierten Bauprojekten unter Einbeziehung aller am Projekt beteiligten Personen. Die Logistik des Transports von Gütern steht hier vor besonderen Herausforderungen: Vieles muss mit Buschflugzeugen, kleinen Booten und zu Fuß transportiert werden.

Projektpartner ist die katholische Diozöse Daru-Kiunga, ein wesentlicher Anbieter sozialer Dienste der Western Provinz, einer dünn besiedelten, marginalisierten Region Papua-Neuguineas. Wegen ihrer geografischen Unzugänglichkeit hat die Bevölkerung erst seit den 1950er-Jahren Kontakt mit der Außenwelt und lebt von Subsistenz-und Landwirtschaft, der Jagd, sowie von Kompensationszahlungen für Schäden, die der Bergbau verursacht (Verschmutzung der Flüsse). Die Kirche führt ihre Programme im Bereich Bildung und Gesundheit unter starker Beteiligung der lokalen Gemeinden durch.

Was waren deine Gründe mit HORIZONT3000 nach Papua-Neuguinea zu gehen?

Rainer: Ich bin schon länger an Aufgaben interessiert, bei denen die Sinnhaftigkeit der Tätigkeit eindeutiger ist. Vieles, was wir in Österreich als Architekten realisieren, ist ganzheitlich gesehen im Luxusbereich angesiedelt. Das sind interessante Aufgaben, die ich gerne gemacht habe, aber ich wollte einen großen Schritt setzen und noch einmal die Erfahrung machen, in einem anderen Land zu leben und zu arbeiten. 1991 habe ich ein Jahr in Barcelona gelebt und studiert, jetzt wo meine Töchter erwachsen sind und selbst studieren, ist der richtige Zeitpunkt für diesen Schritt.

Was erwartest du dir von der Arbeit?

Ich bin nicht so blauäugig, Entwicklungszusammenarbeit als Allheilmittel zu betrachten. Ich werde erst vor Ort sehen, wie sinnvoll die Tätigkeit tatsächlich ist.  Klar ist aber meine Motivation und mein Herzblut in diesem Projekt: Es geht nicht um Profit oder den nächsten Auftrag, sondern um die sinnhafte Aufgabe, dort wo Bedarf ist, das Lebensumfeld von benachteiligten Menschen tatsächlich zu verbessern.

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