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Senegal: Der Vorteil von selbstgebauten, energieeffizienten Öfen


Die Mitglieder des Vereins CAREM, einer Partnerorganisation von HORIZONT3000, nahmen 2017 an einer Schulung zum Bau ökologischer Öfen teil. Wenig später begannen die TeilnehmerInnen (fünf Frauen und ein Mann) die erworbenen Kenntnisse in einzelnen Dörfern zu verbreiten.

Im Mai 2018 reisten zwei Mitglieder in das Dorf Soudiane in Fatick. Fünf Frauen erhielten die Schulung und konstruierten gemeinsam drei Öfen. Angelle Diouf (am Foto) eine Teilnehmerin aus Soudiane ist begeistert und gibt ihr Wissen nach der Schulung an andere DorfbewohnerInnen weiter.
Sie möchte erreichen, dass früher oder später alle Familien im Dorf mit einem energieeffizienten Ofen kochen. Dafür arbeiten die Frauen zusammen. Gemeinsam sammeln sie das Material und fertigen die Lehmziegel.

 

Die neuen Öfen bringen viele Vorteile. Sie bestehen aus sandigem Lehm, Kuhdung, Hirsespreu und Muscheln – alles Materialien, die vor Ort vorhanden sind. Vorher brauchten die Frauen 10 Stück Holz zum Kochen einer Mahlzeit, jetzt reichen bereits 2-3 Stück. Die Öfen sind wesentlich umweltfreundlicher und energiesparender als die alten Kochstellen, da weniger Bäume gefällt werden und der Ausstoß von CO2 reduziert wird. Außerdem geht die Zubereitung der Mahlzeiten viel schneller. Früher fingen die Frauen bereits um 16:00 Uhr an das Abendessen zu kochen. Heute starten sie erst um 18:00 Uhr und sind bereits zwei Stunden später fertig. Ein weiterer positiver Aspekt ist die geringe Rauchentwicklung, da es kein offenes Feuer mehr gibt. Die Gesundheit der BewohnerInnen wird geschont und die Zahl der Brände hat stark abgenommen. Außerdem fällt es leichter, die Küche sauber zu halten.

Im Moment sind in Soudiane bereits 11 neue Öfen im Einsatz. Im gesamten Projektgebiet gibt es mittlerweile 82 Öfen, deren Bau durch CAREM ermöglicht wurde.

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