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Im Einsatz: Dana Vyzinkarova


Kategorien Allgemein, personalia

Dana Vyzinkarova ist seit kurzem für HORIZONT3000 in Beira, Mosambik auf Einsatz. Sie wird als Beraterin für Abfallwirtschaft und Recycling unserer Partnerorganisation AMOR (Associação Moçambicana de Reciclagem) für zwei Jahre zur Seite stehen. Wir haben sie kurz vor ihrer Ausreise noch auf ein Interview getroffen.

Wie bist du auf H3 gestoßen?

Ich habe die Stellenausschreibung auf der Jobbörse der BOKU gesehen. Die Aufgabenstellung und die Voraussetzungen waren sehr spezifisch und als ob sie genau für mich geschrieben wären: Abfallwirtschaft und Recycling, EZA und Portugiesisch (bzw. Spanischkenntnisse). In der gleichen Zeit wurde mein vorausgesehenes nächstes Projekt kurzfristig abgesagt. Das Leitbild von HORIZONT3000 stimmt mit meinen eigenen Werten und Vorstellungen sehr gut überein. Also wurde mir schnell klar, dass ich mich um die Stelle bewerben möchte.

 

Warum hast du dich zu einem Personaleinsatz (PE) entschlossen?

In meinem letzten 2-jährigen (EU-)Projekt ging es um eine Kooperation von 4 europäischen Städten (u.a. Wien) mit 4 afrikanischen Städten und ländlichen Regionen. Es wurde offensichtlich, dass eine Kommunikation per Skypegespräche und Email nicht das geeignete Kommunikationsmittel war – die afrikanischen Partner waren bis auf Ausnahmen nicht dabei. In den Workshops konnten wir miteinander gut arbeiten und voneinander viel lernen. 1-2 kurze Workshops pro Jahr waren aber einfach nicht ausreichend. Ich hätte mir einen längeren und häufigeren Kontakt gewünscht. Ein Projekteinsatz ist in dieser Hinsicht perfekt.

 

Welche Erwartungen hast du?

Die Partnerorganisation, bei der ich als Fachkraft beraten werde, hat schon vieles im Bereich Abfallwirtschaft in Mosambik positiv beeinflusst, z.B. die Gesetzgebung, die Sensibilisierung der Öffentlichkeit, Soziales wie Einbindung von HIV-positiven Frauen in die Projekte; anstelle einer ehemaligen „open-dump“ wurde ein Recyclingzentrum aufgebaut. Meine Erwartung ist, dass ich mit meinen Kenntnissen zu diesem Prozess beitragen kann, wo auch immer es am besten passt (neue Projektanträge, Trainings, Netzwerke mit Stakeholders aufzubauen, etc.) und natürlich ist mein Fokus Capacity Building.

 

Warum ist ein PE heute noch wichtig?

Die Erfahrung, die ich oben beschrieben habe, hat mich davon überzeugt, dass eine face-to-face-Kommunikation auch in technisch ausgerichteten Projekten wichtig ist. Ein Grund dafür sind die oft verschiedenen Arbeitsweisen und Gewohnheiten, die man nur in persönlicher Begegnung erkennt. So kann man den effiziensten Weg für die Zusammenarbeit am besten finden.

 

Wie fühlst du dich?

Ich bin aufgeregt, habe aber das Ziel meiner Arbeit vor Augen; und dass es genau das ist, was ich seit meinem Studium machen wollte, gibt mir auch eine gewisse Ruhe. Ich freue mich sehr auf den Einsatz.

Vielen Dank für das Interview!

 

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