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Im Einsatz: Norah Brinkerhof


Die gebürtige Niederländerin hat Psychologie in Amsterdam studiert, wo sie anschließend als Forscherin bei der Gemeinde tätig war. Ihr Wunsch sich im Bereich Trauma zu spezialisieren führte sie nach Gulu, Uganda; dort lebt Norah Brinkerhof seit 2015. In dieser Region arbeitete sie mit Männern, Frauen und Kindern die von Kriegserlebnissen traumatisiert waren. Ihre nächste Aufgabe führt sie nach Mosambik. Wir haben Norah zum Interview getroffen:

Wie bist du auf HORIZONT3000 gestoßen?

In Uganda habe ich das Glück gehabt verschiedene HORIZONT3000 TAs (Technical Advisor, Fachkraft, Anm.) kennenzulernen, so wie auch meinen Freund Chris Schaefer. Ich habe dann 2 Jahren lang einen schönen Einblick bekommen in das Leben als TA und mich gefragt, ob ich dass auch machen könnte. Ich habe mich beworben und jetzt bin ich sehr glücklich, dass ich selber als Technical Advisor nach Mosambik ziehe.

 

Warum hast du dich zu einem Personalansatz entschlossen?

Während ich in Uganda gearbeitet habe, konnte ich viele Projekte sehen. Ich habe positive Situationen angetroffen, aber auch einige negative. In diesen 2,5 Jahren habe ich zunehmend meine eigene Meinung über die Entwickelungzusammenarbeit gebildet. Ich glaube stark daran, dass langfristiger, nachhaltiger Kapazitätenaufbau einen großen Unterschied machen kann. Und dazu möchte ich gerne beitragen. Dabei muss ich sagen, dass in Afrika wohnen sicher keine Strafe für mich ist.

 

Wie hat dein Umfeld reagiert?

Mein Umfeld ist es zum Glück, oder nicht zum Glück, schon gewöhnt, dass ich weg bin aus den Niederlanden. Ich glaube schon, dass es für manchen ein bisschen eine Enttäuschung war, dass ich noch länger wegbleibe, aber trotzdem freuen sich alle sehr für mich und diese wunderbare Chance.

 

Wie fühlst du dich?

Ich fühle mich positiv gespannt. Dass heisst, ich freue mich sehr auf meine Ausreise und gleichzeitig bin ich ein bisschen nervös. Auf Mosambik, dort ein Haus zu finden und mich an ein neues Land zu gewöhnen freue ich mich. Ich glaube, dass ich das kann und das macht mir auch Spass. Ich bin am meisten gespannt auf meine erste Arbeitstag bei SOS Kinderdorf. Wie werden die MitarbeiterInnen sein, und was erwarten sie von mir? Wie wird das Arbeiten auf portugesisch funktionieren, wie sieht es im Büro aus usw. Manchmal wünsche ich mir, dass ich später gehe und mehr Zeit zum Vorbereiten habe und manchmal wünsche ich mir, dass ich Morgen schon abfahren dürfte!

 

Wie hat dir der Vorbereitungskurs in Wien gefallen?

Der Vorbereitungskurs war sehr interessant. Ich finde es super, dass ich Zeit bekomme um HORIZONT3000 besser kennen zu lernen, so kann ich dann auch im Einsatz die Organisation gut vertreten. Dazu finde ich die KNOWHOW3000 Plattform im Internet sehr hilfreich, um so andere TAs und Experten zu finden aber auch um alle wichtigen Dokumente runter zu laden. Dazu kommt auch, dass ich im Kurs schon 2 andere TAs die nach Mosambik ziehen, kennen gelernt habe und ich mich freue schon darauf gemeinsam auszureisen und zu arbeiten.

 

Vielen Dank für das Interview!

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