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Im Einsatz: Pamela Kultscher


Pamela Kultscher ist für HORIZONT3000 und Caritas Innsbruck als Beraterin für gastronomische Ausbildung in Burkina Faso im Einsatz. Sie hat nach ihrer gastronomischen Ausbildung in der HLW St. Pölten an der Universität Wien Romanistik und Politikwissenschaft studiert. Zudem war sie lange Zeit im Weltcafé in Wien tätig, wo sie nicht nur die Arbeit in einem gastronomischen Betrieb auf allen Ebenen kennenlernte, sondern auch intensiv in Kontakt mit den Prinzipien des fairen Handels, der biologischen Landwirtschaft und Nachhaltigkeit kam.

Wir haben Pamela vor ihrer Ausreise zum Interview getroffen. Inzwischen ist sie ja schon in Burkina Faso eingetroffen; was sie bis jetzt vor Ort erlebt hat, lest ihr am besten in ihrem Blog:„What’s cooking Ouaga?“

Wie bist du auf HORIZONT3000 gestoßen?

Ich habe einem Freund erzählt, dass ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung bin und dabei nach einem Job suche, der meinem Leben mehr Sinn verleiht. Er hat mir dann den Newsletter der AG Globale Verantwortung nahe gelegt und darin habe ich schließlich die Stellenausschreibung als Beraterin für gastronomische Ausbildung entdeckt. Sie hat mich sofort angesprochen.

Warum hast du dich zu einem Personaleinsatz entschieden?

Auf der einen Seite hat es mich schon länger gereizt, nach meinem Auslandsaufenthalt in der Schweiz wieder eine Zeit außerhalb Österreichs zu leben. Auf der anderen Seite war es die Stellenausschreibung als Beraterin für gastronomische Ausbildung, die mich genau angesprochen hat. Die lokale Partnerorganisation im Zuge eines Personaleinsatzes dabei zu unterstützen, Jugendlichen eine gute Ausbildung zu ermöglichen, ist meiner Meinung nach ein guter Weg um die Kapazitäten der lokalen Bevölkerung langfristig zu stärken.

Wie hat dein Umfeld reagiert?

Von großer Freude bis großer Besorgnis war alles dabei. Ich denke aber es überwiegt die Freude. Vor allem die Unterstützung meiner Familie, allen voran meiner Eltern, ist für mich besonders wichtig und ich bin froh dass sie meinen Personaleinsatz in Burkina Faso so wohlwollend und unterstützend betrachten. Besonders gefreut hat mich die Reaktion meiner 86-jährigen Oma, die nur meinte: „Das finde ich richtig cool. So etwas hätte ich, als ich jung war, auch immer gerne gemacht.“

Welche Erwartungen hast du?

Ich erwarte, dass ich viele neue Erfahrungen sammeln kann, besonders im kulinarischen Bereich. Ich freue mich auf Marktbesuche und das Entdecken von Obst- und Gemüsesorten die ich noch gar nicht kenne. Ich freue mich auch schon darauf, die SchülerInnen und LehrerInnen der Kochschule, sowie die Projektverantwortlichen in Ouagadougou kennenzulernen und hoffe dass wir eine gute Zusammenarbeit auf Augenhöhe erreichen können. Außerdem freue ich mich, dass in der Stadt in der ich leben werde, das größte Filmfestival des afrikanischen Kontinents stattfindet.

Wie lief der Vorbereitungskurs?

Der Vorbereitungskurs ist extrem intensiv und unglaublich hilfreich. Wir haben hier in allen Bereichen Unterstützung bekommen, die so ein Personaleinsatz in einem Land des globalen Südens berühren kann. Am besten finde ich es, unter KollegInnen zu sein, die einen ähnlichen Einsatz wie ich planen und somit auch in dieser Vorbereitungszeit ähnliches durchleben. Wir können uns gegenseitig unterstützen, egal ob gerade die Vorfreude oder die Nervosität überwiegt.

Wie fühlst du dich?

Positiv aufgeregt. Ich freue mich schon sehr auf die Ausreise und die Ankunft in Burkina Faso, aber habe natürlich auch gemischte Gefühle wenn es um den Abschied von meiner Familie und meinen FreundInnen geht. Gleichzeitig habe ich dank des intensiven Programms während des Vorbereitungskurses und der vielen organisatorischen Aufgaben, die so ein Umzug ins außereuropäische Ausland mit sich bringen, gar keine Zeit um so richtig nervös zu werden.

Danke für das Interview!

 

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