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Martina Luger bei der UN-Klimakonferenz: Verlust und Schäden


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12Es ist so gut wie unvermeidbar, dass der Klimawandel in zahlreichen Entwicklungsländern Verluste und Schäden verursachen wird. In seinem fünften Bericht weist der Weltklimarat auf die extrem ungleiche Verteilung der Risiken hin. Ursachen dafür sind nicht nur Extremwetterereignisse wie Hurrikane oder Überflutungen, sondern auch langsam einsetzende Auswirkungen des Klimawandels wie der steigende Meeresspiegel und damit einhergehende Versalzung des Grundwassers oder der Verlust von fruchtbaren Böden.

In Zentralamerika haben Naturkatastrophen zwischen 1970 und 2010 Schäden in der Höhe von 356 Milliarden US-Dollar verursacht (24 Prozent des regionalen BIP) und zahlreiche Todesopfer gefordert. Im letzten Jahrzehnt hat die Region zehn Prozent des regionalen BIP in Schadensbegrenzung und Wiederaufbau investiert. Und das bei einer globalen Erwämung von bisher „nur“ einem Grad Celsius.

Der sicherste Weg, um solche Verluste und Schäden zu vermeiden, ist die Emissionen von Treibhausgasen massiv zu verringern (100 Prozent Erneuerbare Energie bis 2050), um die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu beschränken. Da einige der Folgen des Klimawandels aber nicht mehr aufzuhalten sind, müssen lokale Anpassungsmaßnahmen verstärkt werden.

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Klar ist, dass trotz Verringerung der Emissionen und lokaler Anpassung Verluste und Schäden nicht auf null reduziert werden können und aktuelle Reduktionsziele eine erfolgreiche Adaptierung vieler Regionen massiv erschweren werden. Daher hoffen wir auf eine Verankerung dieses Themas im Abkommen von Paris und adäquate technische und finanzielle Unterstützung für speziell verwundbare Entwicklungsländer.

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