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Welcome Franz Eichinger – Neuer Regionalbüroleiter Ostafrika


 

Franz Eichinger ist seit 1. Juni 2020 neuer Leiter des Regionalbüros in Ostafrika. Er übernimmt von Sabine Mantsch, die sich nach zweieinhalb Jahren Richtung Österreich verabschiedet. Wir baten die beiden zum Gespräch.


Sabine, Franz – zum Einstieg eine Frage an euch beide: Wie ist denn die Übergabe des Regionalbüros unter diesen speziellen Umständen verlaufen?
Franz: Ich muss sagen, durch die ganze Situation mit Covid und Home Office hat sich das alles relativ schwierig gestaltet. Speziell wenn man das aus der Distanz miterlebt. Das Onboarding wurde virtuell von Wien aus gemacht und auch hier im Büro. Mein spezieller Dank auch an Sabine. Alle haben sich sehr bemüht und ich glaube, dass ich gut vorbereitet bin für meine bevorstehende Aufgabe. Es ist halt schon ein Unterschied, ob man jemandem direkt gegenübersitzt oder ob man es über Internet macht.

Sabine: Ich denke das große Glück war, dass Franz von seinem früheren Job bei der Partnerschaft Rheinland-Pfalz in Ruanda noch gerade zeitgemäß über die Grenze nach Uganda kam – beim zweiten Anlauf hat es dann geklappt. Somit warst du dann am …?

Franz: … 17. März …

Sabine: … schon in Kampala. Von meiner Seite großen Dank, dass wir im April die Übergabe beginnen konnten. Ich glaub‘, die schwierigen Rahmenbedingungen wurden aufgehoben durch unser beider Flexibilität und auch der aus Wien, sodass eine reibungslose Übergabe stattfinden hat können.

Sabine, was waren für dich besonders prägende Moment als Regionalleiterin?
Sabine: (lacht) Die prägenden Momente waren eigentlich, dass der Job völlig anders aussah, als er mir in Aussicht gestellt wurde.

Franz, du bist jetzt seit 1. Juni in Amt und Würden. Was hat dich dazu bewegt, dich zu bewerben und wie fühlst du dich jetzt?
Franz: Für mich ist das Büro hier ein Schließen des Kreises. Ich habe 1995 beim damaligen ÖED begonnen. Ich hatte das Glück, dass ich seit dieser Zeit in Ostafrika war und wunderbare Menschen kennenlernen durfte – darunter waren natürlich auch RegionaldirektorInnen. Ich habe die Entwicklungen 25 Jahre begleitet. Eines meiner größten Vorbilder, Georg Sticker, möchte ich hier erwähnen. Da habe ich mir immer gedacht „fantastisch“. Ich hätte mir eigentlich nie träumen lassen, dass ich einmal hier als Regionaldirektor sitze. Ausschlaggebend für die Entscheidung war für mich auch meine Familie, meine liebe Frau und meine Kinder. Durch sie habe ich eine sehr starke Verbundenheit zu Uganda und ich bin sehr froh, dass ich hier bin. Ich glaube die Partnerschaft Rheinland-Pfalz hat mich auch sehr gut auf die interkulturellen Aspekte vorbereitet. Ich bin sehr froh hier zu sein und freue mich auf die Zusammenarbeit. Ich habe nie den Kontakt zu HORIZONT3000 verloren – für mich ist das auch irgendwie ein zurück zur Familie. Der verlorene Sohn kehrt nach Hause (lacht).

Sabine, du wirst Uganda in ein paar Tagen Richtung Österreich verlassen. Was nimmst du für dich aus dieser Zeit persönlich und beruflich mit.
Sabine: Ich hab sehr viel gelernt. Über Menschen, über Systeme, über Interkulturelles, über Humor – interkulturellen Humor oder nicht Humor (lacht). Viele Erinnerungen – schöne Geschichten, spannende Geschichten. Manche Geschichten hätten vielleicht nicht sein müssen, aber auch das ist interessant. Ich nehme vieles mit. Leider gibt es beim Rückflug, der ja noch nicht bestätigt ist, kein Übergepäck, also ich muss schauen, wie ich die Geschichten alle gut unterbring. (lacht).

Franz, worauf freust du dich als Regionalleiter?
Franz: Ich freu mich auf das Team. Ich habe es bislang nur aus der Distanz betrachtet, aber ich glaube, wir haben hier wunderbare Menschen mit wirklich sehr gutem fachlichem Know-How. Mit Menschen zusammen zu sein, Menschen zu begleiten und ihnen zu helfen, die Aufgaben, die ihnen gestellt werden zu erfüllen und sie dabei zu unterstützen und zu motivieren. Ich freue mich darauf und ich hoffe, dass ich ein guter Teamleiter bin und auch den verschiedenen persönlichen Ansprüchen gerecht werde und meinen KollegInnen so gut wie möglich fachlich, aber auch menschlich beizustehen.

Eine letzte Frage bevor ich euch wieder in den hektischen Alltag entlasse. Franz, was wünscht du Sabine? Sabine, was wünscht du Franz?
Franz: Sabine ist ein unwahrscheinlich strukturierter und sehr liebevoller Mensch und ich hoffe, dass sie, so wie ich auch, das Glück hat, die richtigen Menschen zu finden. Dass sie ihre Erfahrungen, die sie hier gesammelt hat, auch in Zukunft einbringen kann und dass sie glücklich ist in ihrer zukünftigen Tätigkeit. Und wo immer sie hingeht, ich wünsche ihr Gottes Segen auf all ihren Wegen.

Sabine: Ich wünsche Franz ganz viel Erfolg – den er ganz sicherlich haben wird – in der Übernahme dieses Offices und die Verantwortung dafür zu haben. Ich würde mich freuen zu sehen, dass wir hier in Ostafrika eine ähnliche Stabilität mit Franz reinkriegen wie wir sie in Zentralamerika haben. Durch Franz‘ Erfahrung in der Region die nun – ich sag das so gern – ein viertel Jahrhundert ist, entsprechende Vernetzung, entsprechende Ortskenntnis, kulturelle Kenntnis, you name it. Dass wir hier nicht nur über die nächsten drei Jahre im Regionalbüro in Ostafrika, sondern hoffentlich vielleicht auch länger, diese Stabilität und die lokale Verankerung hinkriegen, die es in Ostafrika in der Historie – soweit ich weiß – nie gegeben hat. Und das wünsch ich dem Franz und ich bin ganz sicher und zuversichtlich, dass das auch so eintreten wird. Alles Gute!

Dankeschön euch beiden!


Über Franz Eichinger
Franz Eichinger (geb. 1965) verfügt über langjährige Erfahrung in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit sowie Geschäftsentwicklung in Ostafrika. Er begann seine Karriere als technischer Berater beim Österreichischen Entwicklungsdienst (Vorgängerorganisation von HORIZONT3000) in Kenia, gefolgt von einer Zeit als Projektkoordinator für HORIZONT3000 in Uganda. In Uganda entschloss er sich, in den Unternehmensbereich zu wechseln und war viele Jahre lang sehr erfolgreich als Geschäftsführer von „Interio Construct Ltd.“ tätig. Seit 2017 war er als stellvertretender Direktor für das Koordinierungsbüro der „Partnerschaft Rheinland-Pfalz“ in Kigali verantwortlich.

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