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Senegal: LED und Welthaus Graz zur Programmbesprechung in Wien


Das neue Senegal-Programm ist im Jänner 2019 gestartet. Ismaila Ndao, Leiter des Senegal Büros von HORIZONT3000, erzählt uns über die ersten Schritte, die bereits gesetzt wurden, Neues und Bewährtes.

HORIZONT3000: Du bist wie jedes Jahr beim Intercambio in Wien. Ihr hattet eine Besprechung mit den Geldgebern, dem Welthaus Graz und dem Liechtensteinischen Entwicklungsdienst. Was habt ihr da besprochen?

Ismaila: Wir haben die letzte Phase besprochen, die Hauptempfehlungen nach der Evaluierung. Das war sehr wichtig, weil es uns für die jetzige Phase hilft. Dann haben wir auch über die aktuelle Lage des Programms im Senegal gesprochen. Über Neuigkeiten von den neuen Organisationen, die Projekte im Senegal mit uns haben. Und was die Rolle unserer Büros und des Personals im Senegal ist.

Wir haben über alle unsere Projekte im Senegal – Neuigkeiten, Erfolge, Schwierigkeiten – und über das Programm gesprochen.

HORIZONT3000: Und diesen Jänner hat das neue Programm begonnen, oder? Habt ihr viele neue Partner? Habt ihr viel verändert?

Ismaila: Ein Partner ist weg. Mit diesem Partner haben wir in der Region von Thiès gearbeitet. Im Dezember endete die Partnerschaft. Wir haben auch eine Impakt-Evaluierung gemacht. Die Partnerschaft hat fast 15 Jahre gedauert. Die Idee war, wenn man viele Jahre mit einer Partnerorganisation arbeitet, muss man am Ende wirklich wissen, was der Impakt unserer Arbeit und unserer Projekte war für die Partnerorganisationen und die Zielgruppen. Das haben wir geschafft und das haben wir toll gemacht. Das kann uns in Zukunft helfen.

HORIZONT3000: Und jetzt habt ihr einen neuen Partner aufgenommen, weil der alte so gut ist und alleine arbeiten kann?

Ismaila: Ja. Unser neuer Partner ist nun im Programm – in der Region Kolda haben wir einen guten Partner „OFAD“. Wir hatten ein einjähriges Pilotprojekt mit diesem Partner, das sehr gut gelaufen ist, daher haben wir beschlossen, dass sie neue Partner im Programm werden können. Insgesamt arbeiten wir mit 8 Partnern, wovon einer neu ist (OFAD). Mit ALPHADEV haben wir in den letzten Jahren schon als Dienstleister für funktionale Alphabetisierung gearbeitet und sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Ab 2019 sind sie nun auch Partnerorganisation von HORIZONT3000 geworden.

HORIZONT3000: Kannst du kurz sagen, worum es in der nächsten Phase speziell geht, was die Schwerpunkte sind?

Ismaila: Die Schwerpunkte haben sich nicht wesentlich geändert. Diese sind: Landwirtschaft und nachhaltige Landwirtschaft, Umweltschutz und der große Bereich Klimawandel. Also Strategie und Anpassungen der Strategie. Das ist sehr wichtig im Senegal. Ein anderer Punkt ist Unternehmertum. Das ist sehr wichtig für die Zielgruppen, die Regionen und für die Regierung. Ein wichtiges Querschnitts-Thema ist die Alphabetisierung. Wir haben hier eine Pilotphase mit einer Organisation gehabt, für fast 3 Jahre, und jetzt ist die Organisation ein Partner und verantwortlich für die Alphabetisierung. Wir haben uns die Strategie noch einmal angeschaut – wie kann man sie verbessern. Ein sehr wichtiger Punkt ist die Verantwortung von anderen Organisationen im Projekt und im Programm der Alphabetisierung. Bei jeder Organisation muss man jetzt Supervisoren machen. Sie können das Monitoring machen und auch die Arbeit im Feld und die Evaluierung, also ein Follow up – was ist gemacht worden mit der neuen Organisation ALPHADEV. Vorher war das nicht so. Da kam ein Team von Supervisoren und nach der Arbeit waren sie wieder weg. Jetzt sind die Supervisoren in der Organisation und werden auch von der Organisation ausgewählt.

HORIZONT3000: Wie war es mit LED und mit Welthaus Graz? Sind sie zufrieden?

Ismaila: Ja, das Gespräch war super. Sie sind sehr zufrieden. LED hat auch gesagt, dass wir weiter miteinander arbeiten werden. Sie finden die Teamarbeit im Senegal und das Projektteam sehr gut. Das ist wichtig. Eine Idee des Programms ist es, die Beziehungen zwischen den Projekten und unserem Büro in Dakar sowie den ProjektteilnehmerInnen zu fördern. Das Team des Programms ist wirklich sehr stark miteinander verbunden und vernetzt.

HORIZONT3000: Und wie geht es dir? Bist du zufrieden mit der Zusammenarbeit mit den Partnern in Europa?

Ismaila: Persönlich bin ich zufrieden. Ich will jeden Tag besser arbeiten. Generell bin ich sehr zufrieden. Auch mit den KollegInnen hier in Wien – wir haben eine gute Zusammenarbeit im Team.

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