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zurück vom Einsatz: Anna Planck


Anna Planck war zuletzt 6 Jahre für HORIZONT3000 in Zentralamerika im Einsatz. Sie hat sich in dieser Zeit ein Herzensthema erarbeitet. Wasser, häusliche Hygene und vor allem Trinkwasseraufbereitung für kleine ländliche Gemeinden waren ihre Haupttätigkeitsbereich. Anna arbeitete mit Partnerorganisationen aus Nicaragua, El Salvador und Guatemala, jeweils in klimatisch benachteiligten Regionen. Was Sie in von dieser Zeit mitgenommen hat? Lest selbst!

Was bleibt von deiner Arbeit vor Ort? Persönliches Resumee?

Es bleibt einiges an Dokumenten übrig, viele Anschautafeln und Handbücher, vor allem im Bereich Wasser, häuslicher Hygene und Jugendarbeit. Weil ich ja länger vor Ort war, konnte ich sehr eng mit den Zielgruppen zusammenarbeiten und dadurch konnte sichergestellt werden, dass das Material lange Zeit verwendet werden kann, da diese soziokulturell gut angepasst ist. Durch den Bereich Wasser und Hygiene konnte ich in allen 3 Programmländern tätig sein, daher hab ich in diese 3 Länder in den letzten 6 Jahren einen sehr guten kulturellen Einblick bekommen.

Deine größten Herausforderungen, Hindernisse, Probleme?

Wenn ich an die letzten Monate denke, ist die aktuelle Situation in Nicaragua sehr angespannt Ab April 2018 hat sich die Projektarbeit in Nicaragua sehr gewandelt, die Arbeit war nur sehr eingeschränkt möglich, da man beispielsweise nicht mehr zu den Projekten fahren konnte. Die Partnerorganisationen waren mit ganz anderen Dingen als der Projektarbeit beschäftigt. Die allgemeine Lage im Land durch das Verhalten der Regierung den Protesten der Zivilbevölkerung gegenüber ist so angespannt, dass es nicht möglich ist zeitlich oder inhaltich konstruktiv zu arbeiten.

Was hat dich in den 6 Jahren Projektarbeit am meisten persönlich bewegt, geprägt oder verändert?

Mein Horizont hat sich in den letzten Jahren durch die Projektarbeit sehr erweitert. Die Wasserthematik ist in den letzten Jahren wieder ein viel zentraleres Thema geworden, vor allem für die ländliche Bevölkerung, durch den Klimawandel hat sich die Situation für die arme Bevölkerung in traditionell trockneren Regionen der 3 Länder verschärft. Es werden von Regierungsseite vor allem große Wasserprojekte (um Städte zu versorgen) priorisiert und forciert, daher ist die ländliche Bevölkerung hier immer im Nachteil. Die Notwendigkeit im Bereich ländliche Trinkwasserversorgung ist zum meinem Herzensthema geworden! Ein Wasserfilter und dessen sachgerechte Handhabung durch eine Familie oder ein Dorf wirkt sich direkt auf die Lebensqualität aller Begünstigten aus – ohne hohe Investitionen tätigen zu müssen. Es geht vor allem um Bewusstseinsbildung, Praxis und dann dem Erfahren der positiven Wirkung, wodurch Begeisterung entsteht und dadurch nachhaltig wirkt.

Was machst du als nächstes?

Ich gehe an meinen Ursprung zurück und werde in Stuttgart als Hebamme tätig sein.

Was gibst du neuen Ausreisenden als Ratschlag mit auf den Weg?

Mit Geduld starten, nicht den Anspruch haben die Welt in 2 Jahren zu verbessern. Nimm es als Geschenk und lerne soviel wie möglich!

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