
Senegal
Der Senegal liegt in Westafrika und ist mit 196.722 km² flächenmäßig mehr als doppelt so groß wie Österreich. Die Einwohnerzahl liegt bei 12,21 Mio. und das Bruttonationalprodukt pro Kopf bei 970 US$ jährlich. 2001 wurde der Senegal von den United Nations als „Least developed country“ eingestuft und im Ranking des Human development Index befindet er sich auf Platz 166 von 182 gelisteten Ländern. Rund 2/3 der Landesfläche gehören zur Sahel Zone und der jährliche Niederschlag von durchschnittlich ca. 686mm fällt innerhalb der Regenzeit von Juli bis September. Trotz dieser klimatisch schwierigen Bedingungen sind rund 70% der Menschen in der Landwirtschaft tätig.

Die Kolonialherrschaft Frankreichs ist 1960 beendet worden und
Léopold Sédar Senghor wurde am 5. September d. J. zum ersten
Präsidenten der Republik Senegal gewählt. Seit 1966 war seine Partei
die einzige zugelassene Partei des Landes, bis ab 1974 eine allmähliche
Liberalisierung folgte. Erst 40 Jahre nach der Unabhängigkeit konnte
die Oppositionspartei PDS – Parti Démocratique Sénégalais die
Präsidentschaftswahlen 2000 in einer Stichwahl für sich entscheiden und
seitdem ist Abdoulaye Wade als Präsident gewählt. Die nächsten
Präsidentschaftswahlen finden 2012 statt.

Die Hauptreligion im Senegal ist der Islam. Die senegalesischen Marabuts und Islamgelehrten sind traditionell in ihrer Auslegung des Korans nicht sehr rigide. Zusätzlich leben im Senegal auch Christen, und ein kleiner Teil der Bevölkerung wird afrikanischen Naturreligionen zugerechnet. Das Zusammenleben der einzelnen religiösen Gruppen kann grundsätzlich als friedlich bezeichnet werden.

Im Senegal sind konkrete Probleme in folgenden Bereichen zu finden: geringe Bodenfruchtbarkeit und sinkende landwirtschaftliche Erträge, Dezentralisierung ohne ausgebildete Strukturen, unzureichende Gesundheitsversorgung besonders im ländlichen Raum, Benachteiligung von Frauen im wirtschaftlichen System (hohe Analphabetinnenrate besonders im ländlichen Raum). Diese Kriterien bewirken unter anderem, dass immer mehr junge Menschen in die Städte wandern, auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben.

Das
HORIZONT3000 Senegal-Programm steht unter dem Titel „Ländliche
Entwicklung für eine nachhaltige Ernährungssicherung im Senegal“. Ziel von HORIZONT3000 ist es,
- den Aufbau lokaler Strukturen und die Zivilgesellschaft,
- die nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen,
- die Entwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft und
- die Diversifizierung von Einkommensquellen zu unterstützen.
Weiters gibt es Kooperationen in den Bereichen Förderung traditioneller Heilpflanzen und HIV-/Aidsprävention; Gender und Umwelt betreffen als Querschnittsthemen alle Projekte.

Eine regionale Konzentration besteht in der Zone des Sine Saloum/ Region Fatick in Fimela, Thiadiaye sowie in der Region Thiès. Weiters werden Projekte in Nioro du Rip (Region Kaolack) und Dakar realisiert. Der dynamische Austausch zwischen den lokalen Partnern, insbesondere das gemeinsame Lernen in informeller und systematischer Weise, ermöglicht Synergien in der Projektarbeit und wird seit 2010 durch das Projekt „Développement de Capacités Sénégal“ konkret gefördert.

Den politischen Anforderungen im Bereich der Dezentralisierung wird Rechnung getragen und Basisorganisationen werden für Zusammenarbeit und Unterstützung des Gemeinderates geschult, da sie die Bevölkerung auf direkte Weise vertreten. Durch Schutz vor Bodenerosion und Versalzung und Initiativen zur Wiederaufforstung sowie der gezielten Förderung von ökologisch nachhaltiger landwirtschaftlicher Produktion und Verarbeitung und Vermarktung der Landwirtschafts- und Fischereiprodukte, konnte die Einkommens- und Ernährungssituation in den Projektgebieten verbessert werden. Es konnte bereits ein wertvoller Beitrag zum Kampf gegen die Migration geleistet werden, da sowohl Jugendliche als auch Erwachsene wieder Perspektiven haben.
Die Geldgeber des SENEGAL-Programms sind der Liechtensteinische
Entwicklungsdienst (LED), die OEZA und das Welthaus Diözese
Graz-Seckau. Darüber hinaus gibt es eine Partnerschaft mit der
europäischen Initiative Bodenbündnis.
News

Ausgeschriebene Stellen
Papua-Neuguinea, TischlerIn/ZimmererIn für St. Josephs College Mabiri
Konzert & Jam Session am 17.9.

Anlässlich des UN-Review Summit zu den Millenniumsentwicklungszielen und im Rahmen der weltweiten „Standup“ Kampagne der Vereinten Nationen (17.9.-19.9.) lädt der Dachverband Globale Verantwortung zu
Konzert & Jam Session mit Sambattac und Oficina Art Vienna
Freitag, 17. September 2010, um 17 Uhr beim Platz vor dem MQ (Ecke Mariahilferstraße).
Die Veranstaltung findet nur bei trockener Witterung statt.
African Press Day 2010
23. - 24.9.2010
Radio Afrika TV nimmt die Fußball WM zum Anlass, die österreichische Medienpolitik Afrika bzw. AfrikanerInnen betreffend zu analysieren. Ziel ist es, dass sich besonders die Medienentscheidungsträger sowie die öffentliche Meinung in Österreich, mit Ereignissen und Entwicklungen in Afrika sowie mit der Lage der AfrikanerInnen in ihrer Heimat oder in Gastländern, und auch mit der medialen Berichterstattung darüber, auseinandersetzen.
Teilnahmegebühr: 100 Euro (StudentInnen ermäßigt)
Anmeldung unter: office@radioafrika.net
Anmeldeschluss: 05.09.2010
Details und Anmeldung unter: http://www.radioafrika.net/2010/08/10/african-press-day-afrikas-dimension-in-der-westlichen-medienlandschaft/
Oikocredit MultiplikatorInnen-Workshops
3.9.2010 in Wien und 24.9.2010 in Graz
Oikocredit bietet in Österreich eine Möglichkeit, Geld sozial nachhaltig zu veranlagen und Mikrokredit-Projekte in 70 Ländern weltweit zu fördern. Bei den MultiplikatorInnen-Workshops erhalten Sie detaillierte Informationen über Oikocredit, können einzelne Fragen diskutieren und es wird gemeinsam überlegt, wie wir den Bekanntheitsgrad dieser Initiative in Österreich steigern können.
Nähere Informationen und Anmeldung unter http://www.oikocredit.org/site/at/
Menschen im Einsatz
Michaela Faulhammer
Das Team von NGO PRO unterstützt NGOs und CBOs aus dem Feld der Enwicklung von Zivilgesellschaft in Papua Neuguinea bei deren Maßnahmen zu den Themen Capacity ...
Michaela Faulhammer studierte Soziologie und Public Relations an der Uni Wien. Danach war sie einige Jahre lang als Managementberaterin, Coach und Mediatorin ... mehr
Einsatzland: Papua-Neuguinea
Projekt: Beraterin NGO Promotion, Madang
In Papua Neuguinea ist die Leistung des öffentlichen Sektors gering und erreicht außerdem die ländliche Bevölkerung schwer. Zivilgesellschaftliche ...
