Neptun-Wasserpreis für HORIZONT3000 Entwicklungshelfer Hans Gnadlinger

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‚Regenwasser-Experte’ für Integriertes Wassermanagement in Brasilien prämiert

Entwicklungshelfer und Wasserexperte Hans Gnadlinger nahm am 19. März im MAK den Neptun-Wasserpreis in der Kategorie WasserWELT für sein Engagement zur Verbesserung der Trinkwassersituation im Nordosten Brasiliens entgegen. Der für die österreichische Organisation für Entwicklungszusammenarbeit – HORIZONT3000 tätige Oberösterreicher konzipierte ein umfassendes politisches Programm zur Regenwassernutzung. „Persönlich freut es mich sehr, dass unsere Arbeit vielen Menschen in dieser dürregeplagten Region eine Lebensperspektive geben konnte. Dieser Preis gebührt all jenen, die am Gelingen der Projekte beteiligt waren,“ bedankte sich Gnadlinger.


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1 Million Zisternen

Seine Erfahrungen brachte Hans Gnadlinger unter anderem in das Programm ‚1 Million Zisternen’, ein, das fünf Millionen Menschen bis zum Jahr 2015 mit sauberem Trinkwasser versorgen möchte. Es wurde von der in der 'Artikulation des Semi-Árido' (ASA) organisierten Zivilgesellschaft des semi-ariden Gebietes mit dem Staat verhandelt und mit der Bevölkerung umgesetzt. 230.000 Zisternen wurden bereits gebaut. Brasilien ist das wasserreichste Land der Erde, doch der Zugang zu dieser Ressource ist extrem ungleich verteilt. Das Trockengebiet des Semiarido im Nordosten Brasiliens verfügt lediglich über drei Prozent des Süßwasservorkommens, unregelmäßig auftretende Dürreperioden machten die Region zum klassischen Auswanderungsgebiet.


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Convivênca - Leben im Einklang

Hans Gnadlinger verfolgt mit seinem Ansatz des integrierten Wassermanagements die Nutzung aller verfügbarer Wasserquellen wie Grundwasser, Oberflächengewässer, Bodenfeuchte und Regenwasser. Convivênca – Leben im Einklang - ist der Leitsatz seiner Arbeit bei der brasilianischen Organisation für angepasste Kleinbauernlandwirtschaft IRPAA. „Im Einklang mit dem Semiarido zu leben, heißt nicht, ihn zu bekämpfen, sondern auf die diesem Gebiet eigenen Erfordernisse einzugehen,“ erklärt Gnadlinger.


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1 Stück Land und 2 Arten Wasser

Die bereits ausgereiften Erkenntnisse der Regenwassernutzung werden nun auch im landwirtschaftlichen Bereich angewendet. ‚1 Stück Land und 2 Arten Wasser’ lautet der Titel des Programms, das für jede bäuerliche Familie ein Stück Land zum eigenen Nahrungsmittelanbau vorsieht. In der Wasservorsorge werden Trinkwasser und der Bedarf für die landwirtschaftliche Produktion berücksichtigt. „Dabei kommen spezielle Wasser sparende landwirtschaftliche Techniken, aber auch Unterbodenstaudämme und Straßenentwässerungssysteme zum Einsatz. Man darf keine Möglichkeit ungenutzt lassen,“ schildert Gnadlinger.


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Vermittler internationaler Erfahrungen

Sowohl für das Programm '1 Million Zisternen', als auch für das jüngere '1 Stück Land und 2 Arten Wasser' gibt es Vorbilder in China, die Hans Gnadlinger in Brasilien bekannt gemacht hat. Seine Tätigkeit als Vermittler internationaler Erfahrungen hat Hans Gnadlinger vor allem im Rahmen verschiedener Funktionen, als Generalsekretär, später Präsident der brasilianischen Regenwasservereinigung ABCMAC, sowie als Vizepräsident von IRCSA, der Internationalen Regenwassernutzungsvereinigung, betrieben. Nun verbreitet die Organisation IRPAA ihre Erfahrungen bereits selbst in anderen Ländern wie Haiti und Nicaragua. Nach einem Besuch Gnadlingers bei der Caritas im indischen Bundesstaat Guajarat zeugen die ersten Zisternen von der Auseinandersetzung mit dem Convivêntia-Denken als Alternative zur Katastrophenvorsorge.


Aktion: „Sperrstund is´! Klima-Zeche zahlen“

copyright (c) Klima-Allianz/Rene Huemer

copyright (c) Klima-Allianz/Rene Huemer

Wien, 7. Oktober 2009 - In einer groß angelegten Aktion vor dem Finanzministerium in Wien forderten heute mehr als 50 Organisationen der Zivilgesellschaft von der Bundesregierung, ihre Zeche für die verfehlte österreichische Klimapolitik zu zahlen.

Verlassene Wirtshaustische, leere Gläser und melancholische Heurigenmusik. In der Aufsehen erregenden Aktion „Sperrstund is’! Klima-Zeche zahlen“ deponierten die Organisationen ihre Forderungen für die Klimakonferenz in Kopenhagen.


Zerstörungen durch Felix

Verantwortung kostet

Die EU ist gefordert jährlich 35 Mrd. Euro für die internationale Finanzierung von Klimamaßnahmen aufzubringen, für Österreich bedeutet das rund 800 Millionen Euro pro Jahr. Jede der teilnehmenden Organisationen spießte symbolisch vor dem Finanzministerium einen Rechnungszettel auf, um einzelne Klimaschäden in Rechnung zu stellen, etwa den Verlust von fruchtbarem Ackerland, die massive Ausbreitung von Tropenkrankheiten, das Abschmelzen der Gletscher und die immer häufigeren Überflutungen.


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Entwicklungsländer besonders betroffen

Menschen in Entwicklungsländern haben kaum etwas zur Verursachung des Klimawandels beigetragen, trotzdem treffen sie die dramatischen Folgen schon jetzt am härtesten. Während auf den Philippinen Hurrikans für Flutkatastrophen sorgen, herrscht in weiten Teilen Indiens Dürre. Studien beweisen, dass der Anstieg der Wetterextreme die Spirale der Armut weiter nach unten dreht. Die Verletzlichkeit der Menschen steigt nach jeder Katastrophe weiter an. Die Zeit, die die Menschen brauchen, um sich von einem Klimaschock zu erholen, wird immer länger. Tritt bereits in diesen Erholungsphasen ein neues Extremereignis ein, so trifft es die Menschen noch schutzloser als beim letzten Mal.


Industrieländer in der Verantwortung

In den UN-Klimaverhandlungen – zuletzt im Bali-Action Plan – wurde die Verantwortung der Industrieländer zur Finanzierung von Anpassung und Reduktion bereits festgelegt und vereinbart. Ausgeblieben sind bisher Konkretisierungen dieser Verantwortlichkeit. Nur durch verbindliche Zusagen von Finanzmitteln können die derzeit stockenden Klimaverhandlungen wieder an Dynamik gewinnen und im Dezember auf der Klimakonferenz in Kopenhagen zu einem neuen, nachhaltigen Klimaabkommen führen.


im Flüchtlingslager

im Flüchtlingslager

Versöhnungsprojekt der Erzdiözese Gulu

In Norduganda besuchte der Außenminister ein Versöhnungsprojekt der Erzdiözese Gulu, das von HORIZONT3000 durchgeführt und durch Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit OEZA, der EU und der Dreikönigsaktion finanziert wird. Nach zwei Jahrzehnten Bürgerkrieg, Gewalt und Vertreibungen unterstützt das Projekt die Bevölkerung bei der Überwindung der Kriegstraumata und dem Prozess der Versöhnung der verfeindeten Gruppen und Dörfer. Ziel ist die Rückkehr der Vertriebenen in ihre Dörfer zu ermöglichen.


Staatssekretär Lopatka/Jugendliche Projekt  BOSCO

Staatssekretär Lopatka/Jugendliche Projekt BOSCO

Ausbildung übers Internet

Derzeit arbeiten zwei MitarbeiterInnen im Projekt - Manuela Schweigkofler berät die Partnerorganisation Caritas Gulu beim Aufbau eines Qualitätssicherungs- und Controllingsystems und Stefan Bock stellt mit Hilfe spezieller Technologien schnurlose Internetverbindungen in Flüchtlingscamps und Dörfern im Umkreis von bis zu 50 Kilometern her. Bislang gibt es neun solarbetriebene Computerstationen, in denen Jugendliche in der Arbeit mit Computern ausgebildet werden.


St. Mary

St. Mary's Hospital

Staatssekretär Lopatka besucht 'St. Mary's Hospital'

Staatssekretär Lopatka besuchte auch das zweit größte Spital des Landes, das von der Diözese betriebene 'St. Mary`s Hospital'. Nach Ausbruch des Ebola-Virus unterstützten HORIZONT3000 und die Dreikönigsaktion - kofinanziert durch die österreichische Entwicklungszusammenarbeit OEZA - das Krankenhaus bei der Erarbeitung und Implementierung eines Hygienekonzeptes, der Renovierung der Wäscherei und der ökologischen Sanierung der Wasser- und Stromversorgung.


BM Spindelegger mit Regionalleiter Moosbrugger

BM Spindelegger mit Regionalleiter Moosbrugger

Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen OEZA und Mitgliedsorganisationen von HORIZONT3000

Außenminister Spindelegger zeigte sich sehr beeindruckt von der professionellen Arbeit der österreichischen NGOs. HORIZONT3000 Geschäftsführerin Gabriele Tebbich freut sich, dass anlässlich dieser Reise erfolgreiche Projekte vorgestellt werden konnten, die die gute Zusammenarbeit zwischen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit OEZA und den Mitgliedsorganisationen von HORIZONT3000 unter Beweis stellen.


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Langfristiges Engagement wesentlich

Der studierte Theologe und Umweltmanager Gnadlinger ist überzeugt, dass gerade das langfristige Engagement von HORIZONT3000 und IRPAA in der Region zum Erfolg führte. „Entwicklungen brauchen ihre Zeit, man arbeitet auch mit ganz anderen klimatischen Gegebenheiten. Die Trockenperioden sind mehrjährig und unvorhersehbar. Ein Kaktus in diesem Gebiet kann Wasser für mehrere Jahre speichern. Genauso müssen es auch die Menschen dort machen, um überleben zu können.“

Das Personalprogramm von HORIZONT3000 wird zu 70% von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit OEZA gefördert.

Info: peter.pober@horizont3000.at

Neptun-Wasserpreis, Projekt Hans Gnadlinger


News

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Ausgeschriebene Stellen

Papua-Neuguinea, TischlerIn/ZimmererIn für St. Josephs College Mabiri

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Konzert & Jam Session am 17.9.

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Anlässlich des UN-Review Summit zu den Millenniumsentwicklungszielen und im Rahmen der weltweiten „Standup“ Kampagne der Vereinten Nationen (17.9.-19.9.) lädt der Dachverband Globale Verantwortung zu

Konzert & Jam Session mit Sambattac und Oficina Art Vienna

Freitag, 17. September 2010, um 17 Uhr beim Platz vor dem MQ (Ecke Mariahilferstraße).
Die Veranstaltung findet nur bei trockener Witterung statt.


African Press Day 2010

23. - 24.9.2010

Radio Afrika TV nimmt die Fußball WM zum Anlass, die österreichische Medienpolitik Afrika bzw. AfrikanerInnen betreffend zu analysieren. Ziel ist es, dass sich besonders die Medienentscheidungsträger sowie die öffentliche Meinung in Österreich, mit Ereignissen und Entwicklungen in Afrika sowie mit der Lage der AfrikanerInnen in ihrer Heimat oder in Gastländern, und auch mit der medialen Berichterstattung darüber, auseinandersetzen.

Teilnahmegebühr: 100 Euro (StudentInnen ermäßigt)
Anmeldung unter: office@radioafrika.net
Anmeldeschluss: 05.09.2010

Details und Anmeldung unter: http://www.radioafrika.net/2010/08/10/african-press-day-afrikas-dimension-in-der-westlichen-medienlandschaft/


Oikocredit MultiplikatorInnen-Workshops

3.9.2010 in Wien und 24.9.2010 in Graz

Oikocredit bietet in Österreich eine Möglichkeit, Geld sozial nachhaltig zu veranlagen und Mikrokredit-Projekte in 70 Ländern weltweit zu fördern. Bei den MultiplikatorInnen-Workshops erhalten Sie detaillierte Informationen über Oikocredit, können einzelne Fragen diskutieren und es wird gemeinsam überlegt, wie wir den Bekanntheitsgrad dieser Initiative in Österreich steigern können.

Nähere Informationen und Anmeldung unter http://www.oikocredit.org/site/at/


Menschen im Einsatz

Michaela Faulhammer

Das Team von NGO PRO unterstützt NGOs und CBOs aus dem Feld der Enwicklung von Zivilgesellschaft in Papua Neuguinea bei deren Maßnahmen zu den Themen Capacity ...

Michaela Faulhammer studierte Soziologie und Public Relations an der Uni Wien. Danach war sie einige Jahre lang als Managementberaterin, Coach und Mediatorin ... mehr

Einsatzland: Papua-Neuguinea

Projekt: Beraterin NGO Promotion, Madang

In Papua Neuguinea ist die Leistung des öffentlichen Sektors gering und erreicht außerdem die ländliche Bevölkerung schwer. Zivilgesellschaftliche ...


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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit