Newsletter November 2008


Hier kommt der aktuelle Newsletter von HORIZONT3000 - unter anderem mit Berichten und Beiträgen zu Projekten in Papua Neuguinea, Peru und Mosambik.

Informationen zu unseren anderen Projekten sind ab sofort auch auf unserer neu überarbeiteten Homepage www.horizont3000.at abzufragen. Sollte das eine oder andere noch fehlen, bitten wir um Nachsicht, wir arbeiten laufend an der Vervollständigung der Daten!

Wir wünschen Ihnen/Dir viel Spaß beim Lesen,

das Redaktionsteam von HORIZONT3000



Inhalt:

Projekt: PERU - NETZWERK MINKA

Projekt: PAPUA NEUGUINEA - BOUGAINVILLE SPECIAL

Bougainville: Eine Reise in den Süden...

Bougainville: Panguna Youth Meeting

Aktuelles: ÖSTERREICHISCHE ENTWICKLUNGSTAGUNG

RückkehrerInnen: MONIKA TREIPL AUS MOSAMBIK

Haus & Hof: MENSCHEN IM EINSATZ

Newsflash: ...IN KÜRZE


PERU - NETZWERK MINKA

Minka steht für Zusammenarbeit

Das Wort Minka stammt aus der Sprache der Inka - dem Quechua - und bedeutet Zusammenarbeit oder auch Gemeinschaftsarbeit. Über 100 Kleinbetriebe sind im Netzwerk von Minka zusammengefasst, aus den unterschiedlichsten Bereichen - Obstbau, Kunsthandwerk, Kleinindustrie oder Gartenanbau. Francisco José San Martín Baldwin - kurz Paco genannt - ist der Gründer und Präsident der Initiative. Die Idee zu diesem Projekt entwickelte er während seines Studiums in Salzburg, wo er bereits seine Dissertation dem Thema Cluster widmete.

Das Projekt zur Vernetzung von Kleinbetrieben wird von der Katholischen Männerbewegung Salzburg und von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt.



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Clusterbildung auf peruanisch

"Unter Clusterbildung verstehen wir hier den Zusammenschluss kleiner und größerer Unternehmen einer Region zu einem kooperativen System, einem Wirtschaftscluster," erläutert Paco anlässlich seines Besuchs in Wien. Peruanische Kleinbetriebe seien nicht allein aufgrund ihrer mangelnden Größe wenig effizient, ein zentrales Problem sieht der Gründer von Minka auch in der Isolation der Unternehmen.



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Wirtschaftswachstum ungleich verteilt

"Darüber hinaus liegt es auch am vorherrschenden Wirtschaftssystem. Das Wirtschaftswachstum ist ungleich verteilt," so Paco. Regulierende Maßnahmen durch den Staat gäbe es nicht und so existierten extremer Reichtum und extreme Armut nebeneinander, wobei nur wenige vom Wachstum profitierten." In Lateinamerika hat sich ein ausgrenzendes Entwicklungsmodell durchgesetzt, die vorherrschende Überzeugung ist, makroökonomische Stabilität reiche aus, um Wohlstand zu schaffen. Die Praxis sieht anders aus - 20 Jahre des Wirtschaftens nach diesem Prinzip haben die Armut nur verschärft."



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Vertrauen ist grundlegend für Entwicklung...

Die Zusammenführung von Kleinbetrieben in Netzwerken ermöglicht in vielerlei Hinsicht eine verbesserte Koordination, sei es im organisatorischen Bereich, in der Produktion oder der Vermarktung. "Wesentlich dabei ist das Prinzip der sozialen und wirtschaftlichen Partizipation der beteiligten Betriebe," stellt Paco klar und verweist auf seine beiden kürzlich veröffentlichten Bücher - 'Bereiche und Betriebe in Netzwerken' und 'Produktionskoordination und territoriale Konkurrenzfähigkeit'. Neben dem Aufbau von Kontakten sei auch der Aufbau von Vertrauen ganz wesentlich: "Vertrauen ist das wichtigste Kapital für Entwicklung und Partizipation wiederum die Basis für Vertrauen."



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Praktikantinnen unterstützen Minka

Zwei junge Designerinnen absolvierten für HORIZONT3000 mehrmonatige Praktika bei Projekten von Minka. Beide standen sie vor der Herausforderung, den MitarbeiterInnen der lokalen Initiativen neue Anstöße zur Weiterentwicklung ihrer Produkte zu geben und dabei gleichzeitig die traditionellen Werte und Einflüsse der Kultur vor Ort mit einzubeziehen.



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Monumente der Moche-Kultur

Im Norden Perus existiert eine reiche Vergangenheit und Tradition an wertvollen Prä-Inka-Kulturen. Diese Kulturen haben beeindruckende Bauten und Relikte hinterlassen, von denen einige erst in den letzten Jahren entdeckt wurden. Die Monumente der Moche-Kultur locken zusehends auch Touristen in diese Gegend.
Um eine nachhaltige Form des Tourismus zu fördern, von der die Gemeinschaft profitieren kann, kooperiert MINKA mit den lokalen Kunsthandwerkern im Projekt 'Cao Viejo', in dem Anna Wiesinger ihr mehrmonatiges Praktikums absolvierte.



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Neue Produktpalette für Cao Viejo

Aufgabe der Studentin der Universität für Angewandte Kunst in Wien war es, gemeinsam mit den KunsthandwerkerInnen vor Ort eine neue Produktpalette von Souvenirs für Touristen zu entwickeln. Diese Linie sollte einerseits den Geschmack der Touristen treffen, andererseits auch die Tradition und Ikonografie der Moche-Kultur berücksichtigen.



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Verarbeitung von Webstoffen

Die Ethnologiestudentin und diplomierte Modedesignerin Katharina Mühlberger arbeitete in einem Webereiprojekt auf 4.000 m Seehöhe in der Andenregion Apurímac. Die Mitarbeiterinnen der Weberei verarbeiteten Alpacagarne zu Stoffbahnen, die auf lokalen Märkten verkauft wurden. Katharina sollte nun zwei weitere Fertigungsschritte miteinbringen - Schnitte zeichnen und Nähen. Die erste größere Anschaffung war daher der Kauf von zwei Nähmaschinen, auf denen die Frauen üben konnten. In einem weiteren Schritt zeigte Katharina den Frauen wie Schnittmuster für die Weiterverarbeitung der Stoffe erstellt werden können. Vorerst wurden Taschen entworfen, später aber auch aufwendigere Schnitte für Bekleidung des Eigenbedarfs.



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Austausch kultureller Werte und Denkweisen

Die Zusammenarbeit zwischen den Praktikantinnen mit den lokalen ProduzentInnen funktioniere nicht nur durch verbalen Austausch, sondern sei auch ein Austausch kultureller Werte und Denkweisen, fasst San Martin zusammen. Die Außensicht und die große Motivation, die die Praktikantinnen mitbringen, betrachte er als sehr gewinnbringend für die Projekte von Minka.


Info: elisabeth.moder@horizont3000.at, www.minka.fairtrade.com



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PAPUA NEUGUINEA - BOUGAINVILLE SPECIAL

Zehn Jahre Krieg

Zehn Jahre kriegerischer Auseinandersetzungen hinterließen neben einer zerstörten Infrastruktur auch eine in weiten Teilen des Landes traumatisierte Bevölkerung. Drogen- und Alkoholmissbrauch, zerrüttete Sozialsysteme, erhöhte Gewaltbereitschaft und die immer noch vorhandene Orientierungslosigkeit - besonders bei jungen Menschen - stellen ein großes Problem dar.



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Bildung und Zivilgesellschaft

Die beiden zentralen Arbeitsbereiche von HORIZONT3000 auf Bougainville sind der Bildung und der Zivilgesellschaft gewidmet. Dabei überwiegen Projekte zur Berufsbildung, gefolgt von Aktivitäten auf Primärschulebene, die zusehends an Wichtigkeit gewinnen. In der Arbeit zur Stärkung der Zivilgesellschaft finden vor allem ehemalige Bürgerkriegskämpfer Berücksichtigung. Die Finanzierung der Projekte erfolgt schwerpunktmäßig durch die Dreikönigsaktion (DKA) sowie die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA).


Info: peter.pober@horizont3000.at



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Bougainville: Eine Reise in den Süden...

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Andreas Siedersleben

Andreas Siedersleben ist neben seiner Tätigkeit als Development Officer im Catholic Education Office auch Programme Officer für die Autonome Region Bougainville und damit Fachvorgesetzter der dort eingesetzten ProjektmitarbeiterInnen. Die Catholic Education Agency, das Schulamt des größten Schulerhalters der Region, ist für die Steuerung und Begleitung von rund 70 Prozent aller Schulen auf Bougainville zuständig. Ein Bereich von Andreas Arbeit sind Schulbesuche direkt vor Ort, von seiner letzten Besuchsreise berichtet Andreas im Folgenden für den Newsletter.


 



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Besuch der Schulen im Süden der Insel

Der Trip war überfällig, da wir diese Region in diesem Jahr noch nicht besucht hatten. Fahrten dorthin verschiebt man gerne, sie sind lange und relativ teuer, zudem zählt der Süden der Insel zu den politisch unstabilsten Regionen. Junge Männer, meist Mitglieder einer BRA Fraktion sind trotz des Entwaffnungsprogramms der Vereinten Nationen weiterhin im Besitz ihrer Waffen und auch noch nicht bereit, diese abzugeben.



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No Go Zone

Um in den Süden der Insel zu gelangen, durchqueren wir die sogenannte No Go Zone - das Gebiet der ehemaligen Panguna Mine, in dem die autonome Regierung Bougainvilles nur begrenzt Einfluss hat und das nur mit offiziellem Passierschein zugänglich ist. Der Betrieb der Mine hatte schwere Umweltschäden und rapide Veränderungen der sozioökonomischen Verhältnisse zur Folge und wurde damit zum Auslöser des Bürgerkrieges.



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Umwege und Straßensperren

Die Schulen liegen weit verstreut und sind oft nur auf holprigen Pfaden zu erreichen und machen die Fahrt mit dem Auto zum Abenteuer. Unbefahrbare Passagen zwingen uns zu Umwegen und wir treffen entlang der Straßen auch auf bewaffnete Truppen. Einige der Männer setzen eine finstere Miene auf, andere grüßen. Ein paar scheinen unseren Fahrer zu kennen und unterhalten sich mit ihm in seiner Muttersprache. Trotzdem sind wir recht still, bis wir die Ortschaft hinter uns haben.



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Babylonische Sprachenvielfalt

In Papua Neuguinea werden eta 800 Sprachen gesprochen, 28 davon auf Bougainville - eine Herausforderung für jedes Schulsystem. Man versucht, das Problem damit zu lösen, indem die Kinder in den ersten drei Schuljahren in ihrer eigenen Sprache unterrichtet werden. Dann wird der Unterricht langsam auf Melanesian Pidgin und auf Englisch umgestellt.


 



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Unterstützung der Schulen durch die Gemeinden

Die Eindrücke, die die von uns besuchten Schulen hinterließen, waren durchwegs unterschiedlich. Der Grad der Unterstützung durch die jeweilige Gemeinde ließ sich oft schon rein optisch an der Höhe des Grases im Schulgelände und am baulichen Zustand der Gebäude erkennen. Meist führt die Drohung an die säumige Gemeinde, die Schule zu schließen, zum gewünschten Erfolgt, Schuldbildung wird generell als sehr wichtig angesehen.



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Problematik der Schulen

Durch den Bürgerkrieg waren insbesondere auch die Schulen in Mitleidenschaft gezogen worden, viele LehrerInnen und SchulleiterInnen wanderten aus und kamen auch nicht wieder zurück. Auch die mangelnden Kapazitäten der Schulverwaltung taten das ihrige - das Lehrpersonal konnte nicht adäquat betreut und weitergebildet werden. Die unzureichende Qualität führt wiederum zu verringerter Unterstützung seitens der Angehörigen der SchülerInnen und der jeweiligen Gemeinden, in welche die Schulen eingebettet sind.



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Bougainville: Panguna Youth Meeting

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Detlef Siegert

Detlef Siegert ist Sozialtherapeut und Theaterpädagoge und seit knapp einem Jahr in Arawa in Zentralbougainville im Einsatz. Er berät und unterstützt lokale Jugendkoordinatoren beim Aufbau finanziell unabhängiger Jugendgruppen. In der Arbeit mit Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren - darunter zahlreiche Ex-Kombattanten - geht es darum, Werte und Eigenschaften zu entwickeln, die zu einem eigenständigen, ausgewogenen und selbstorganisierten Leben notwendig sind. Dete - im Bild mit den JugendkoordinatorInnen Bougainvilles - berichtet im Folgenden vom Peace Youth Meeting, einem groß angelegten Jugendtreffen in der No Go Zone.



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Panguna Youth Meeting

Das Panguna Youth Meeting ist eine echte Solidaritätserklärung, ein starkes Signal in Richtung Öffnung der No Go Zone und damit auch ein Beitrag zur Friedenssicherung. Erstmalig kamen Hunderte von Jugendlichen aus ganz Bougainville in der bislang gesperrten Zone zusammen, um für den Frieden zu marschieren, sich miteinander auszutauschen und Zeit miteinander zu verbringen.



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Camp in den Ruinen

Die Schlafplätze befinden sich in einem sehr skurrilen Umfeld. Die Jugendlichen sind in einem dreistöckigen, total zerstörten großen Eck-Bürogebäude untergebracht, von dem nur noch Decken, Treppen und Böden existieren. Regen rieselt durch die Ritzen, schmutzig-braunes Wasser sammelt sich an vielen Stellen, die Treppen sind rutschig, die Toiletten kaputt und natürlich unbenützbar. Ein Ort der Zerstörung, der nun zu einem Ort des Zusammentreffens, des miteinander Lebens wird.



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Friedensmarsch

Nachdem alle ihr Lager bezogen haben, geht es zum Ausgangspunkt für den Friedensmarsch. Eine schier endlos lange Menschenschlange zieht die Straße entlang, von Bambusflötenmusik begleitet. Jede Gemeinde hat ihre Jugendlichen in unterschiedlichen Farben eingekleidet - vor dem durchzuschneidenden roten Band hält der Zug an.


 



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Sport muss sein

Nach den Ansprachen und Reden gibt es ein umfangreiches Programm - Theater und Gesangseinlagen werden geboten, Film, Tanz und Musik wechseln sich mit Sportevents ab. Solidarität wird praktisch umgesetzt, Jugendliche gruppieren sich, um Müll wegzuräumen und damit die Panguna-Gemeinde zu unterstützen.






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Abschluss im Regen

Obwohl die Abschlussreden und Danksagungen von strömendem Regen begleitet sind, versammeln sich alle zu einer rituellen Zeremonie. Es wird geklatscht, sich die Hände gereicht, einander umarmt - ein sehr intensives, spannendes und schönes Wochenende geht zu Ende.



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ÖSTERREICHISCHE ENTWICKLUNGSTAGUNG

14. bis 16. Nov. 2008 - 4. Österreichische Entwicklungstagung

Die Veranstaltung wird in Innsbruck und heuer erstmals als Kooperation von Entwicklungs- und Umweltorganisationen durchgeführt. Sie widmet sich einem qualitätsvollen Österreichweiten Diskurs zu Fragen von Umwelt und Entwicklung. Als HauptreferentInnen konnten namhafte Experten aus dem EZA- und Umweltbereich gewonnen werden, wie etwa Christoph Bals oder Elmar Altvater aus Deutschland, Fred Kabuye aus Uganda und Lidy Nacpil von den Philippinen.



Vortagung in Uganda

HORIZONT3000 ist aktiv in die Planung der Tagung eingebunden und organisierte im Mai dieses Jahres auch die Vortagung 'Conference on Sustainable Agricultural Development - East African Farmers at Centre Stage: Towards an Integrated Approach to Sustainable Agricultural Development – Potentials, Challenges and Interdependencies', die in Kampala, Uganda abhalten wurde. 



Foren und Workshops

Vier Foren zu Klimawandel, Agrotreibstoffen, Wasser und technologischen Innovationen bieten die Möglichkeit zu einer breiten Auseinandersetzung. In zahlreichen Workshops werden aus unterschiedlichen Blickwinkeln Themen rund um Wachstum, Umwelt und Entwicklung intensiv be­arbeitet.



Landwirtschaftsforum

Das von HORIZONT3000 ausgerichtete Forum 'Landwirtschaft' findet am Samstag Nachmittag statt. Mitwirkende an diesem Forum sind Christian Salmhofer/Klimbündnis, Irmi Salzer/ViaCampesina, Petra Kreinecker/Trialog, Michael Hauser/BOKU und Fred Kabuye/Africa2000Network, Gertrude Klaffenböck/FIAN sowie Petra Koppensteiner/HORIZONT3000.
 



Trägerorganisationen

Zu den Trägerorganisationen zählen neben dem Paulo Freire Zentrum auch die AG Globale Verantwortung, das Ökobüro, Südwind Tirol, die Universität Innsbruck und der Österreichische Umweltdachverband.


Informationen, Programm und Anmeldung: www.entwicklungstagung.at 



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BUCHTIPP PETER NIGGLI

Peter Niggli
Der Streit um die Entwicklungshilfe
Rotpunktverlag (2008), 208 Seiten, € 12,40


Peter Niggli ist seit Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit tätig. In dem Buch zeigt er auf, was diese erreichen kann, wo ihre Grenzen liegen und er berichtet aus der Praxis. Dabei geht es ihm vor allem auch um die Hilfsgelder, die für außenpolitische
Angelegenheiten zweckentfremdet verwendet werden.


Das Buch ist in den Geschäften von Südwind Buchwelt erhältlich und im Online-Shop der Südwind Buchwelt www.suedwind-buchwelt.at, wo man mittlerweile auch in über 1000 CDs hineinhören kann.



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MONIKA TREIPL AUS MOSAMBIK

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Monika Treipl studierte Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien und arbeitete mehrere Jahre in der Privatwirtschaft im Marketing- und Projektmanagement, bevor sie 2006 für HORIZONT3000 als Beraterin nach Mosambik ging, um die Finanzabteilung der lokalen NGO MAGARIRO zu unterstützen. Monika Treipl hier im Bild mit dem Koordinator von Magariro - Joaquim Oliveira de Santos Mucar.


 



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HORIZONT3000 in Mosambik

Seit 2000 baut HORIZONT3000 das Personalprogramm in Mosambik erheblich aus und konzentriert seine Einsätze auf die zentralen Provinzen Sofala und Manica. Neben mehreren aufeinander abgestimmten Personaleinsätzen an der katholischen Universität zur Etablierung eines zentralen Informationssystems sind die ProjektmitarbeiterInnen vor allem in den Bereichen HIV/Aids, Berufsbildung, Organisationsberatung lokaler NGOs sowie Förderung von Lokalradios tätig.



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MAGARIRO - Associação para o Desenvolvimento Comunitário

Die Nichtstaatliche Organisation MAGARIRO mit Sitz in Chimoio, der Provinzhauptstadt von Manica in Mosambik arbeitet an der Verbesserung der Lebensbedingungen ärmster Bevölkerungsgruppen in ländlichen und vorstädtischen Regionen. Die derzeit 15 verschiedenen Projekte sind in den Bereichen Bildung, Nahrungsmittelsicherheit und Entwicklung des Gemeinwesens angesiedelt.



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Professionalität groß geschrieben

Seit der Gründung 2001 ist die NGO rasant gewachsen, finanzielle Unterstützung erhielt MAGARIRO 2007 von verschiedenen internationalen Geldgebern, ein Umstand, der durchwegs auf die professionelle Abwicklung und gute Performance der NGO zurückzuführen ist. „Die NGO arbeitet gemessen an mosambikanischen Standards außerordentlich professionell und braucht auch den europäischen Vergleich nicht zu scheuen,“ erzählt Monika Treipl. Dies ziehe wiederum gut qualifizierte einheimische MitarbeiterInnen an – in einem Land wie Mosambik, das extrem unter dem Brain Drain von gut ausgebildeten Fachkräften zu leiden hat, durchwegs eine Seltenheit.



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Unterschiedliche Ansprüche und einheitliche Standards

Um den Geldgebern auch weiterhin als kompetenter und transparenter Partner gegenübertreten zu können, aber auch um neue Projekte und Projektpartner zu gewinnen, bedurfte es einer Reorganisation der Finanzabteilung und einer Optimierung der Abläufe. „Die Ausgangslage war schon eine recht komplexe - einerseits mussten wir die unterschiedlichen Ansprüche der Finanzgeber unter einen Hut bringen, andererseits möglichst einheitliche Standards erarbeiten,“ berichtet Monika.



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Andere Denk- und Sichtweisen

Befragt auf kulturelle Unterschiede im Arbeitsumfeld, schmunzelt Monika Treipl: „Naja, in Sachen Arbeitstempo haben wir uns irgendwann einmal in der Mitte getroffen, meine KollegInnen haben ein bisschen beschleunigt und ich mich ein bisschen eingebremst.“ Wobei sich ihre Sichtweise auch geändert hätte, Dinge die ihr anfangs als unabdingbar und wichtig erschienen, entpuppten sich im Nachhinein öfters als gar nicht notwendig.



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Starkes Team gegen Korruption

Korruption ist in Mosambik an der Tagesordnung, Gesetze und Regeln bestehen oft genug nur auf dem Papier – das machte sich auch im täglichen Arbeitsleben bemerk-bar. „Aber da war unsere NGO wirklich vorbildlich,“ bestätigt Monika Treipl und erinnert sich an eine turbulente Situation. Für die Vergabe von Geldmitteln für Projekte, die von MAGARIRO betreut wurden, gab es bestimmte Richtlinien. Soweit hielten sich auch alle daran, bis auf die Vertreter einer Regierungsorganisation. „Die haben sich allerhand einfallen lassen, von der Belagerung unseres Büros hin zu wilden Schreiduellen, Drohungen und Bestechungsversuchen. Aber unser Team war da sehr konsequent, obwohl die Situation für die MitarbeiterInnen natürlich sehr unangenehm war. Da war ich richtig stolz darauf, dass sie sich nicht haben unterkriegen lassen,“ freut sich Monika Treipl noch jetzt.



Trend hin zu Empowerment

In Zukunft möchte sich MAGARIRO weniger der direkten Umsetzung von eigenen Projekten, sondern verstärkt der Beratung und dem Empowerment von kleineren NGOs widmen. „Diese verfügen oft nicht über das nötige Know-how, um ihre Projekte optimal durchführen zu können,“ berichtet Monika Treipl. „Insbesondere im Bereich Finanzmanagement herrscht noch viel Nachholbedarf.“ Obwohl der Einsatz im Land nun vorüber ist, trennt sich Monika Treipl nicht ganz von Mosambik. Sie hat bei Licht für die Welt das Projektreferat für Mosambik übernommen.


Info: andrea.heiden@horizont3000.at



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MENSCHEN IM EINSATZ

Ihren Einsatz begonnen haben

Ing. Jérôme Buchwalder, CH, Agraringenieur HTS, Int. Landwirtschaft, Projekt: Landwirtschaftsberater Mother of Peace Aidswaisenprojekt, Simbabwe, 2008-08-01


Mag. Harald Grabher, V, Pädagoge, Journalist, Projekt: Stärkung und Beratung von NGOs in Tansania/TRACE, Tansania, 2008-09-01


DI Mag. Gerald Henzinger, O, Softwareentwickler, Informatiker, Informatikmanager, Projekt: Softwareentwickler UCM, Mosambik, 2008-08-01


BA Vaida Kontrimaite, Litauen, Afrikanistin, Projekt: Organisationsberaterin bei Edward Ndlovu Memorial Library (ENML), Simbabwe, 2008-08-01


Dr.in Verena Waldhart, T, Juristin, Projekt: Social Scientist in Women Peace and Human Rights, Nairobi, Kenia, 2008-07-01


Wietske Maria Mushonga-Ormeling, NL, Medical Laboratory Scientist, Projekt: Africa Universität Mutare, Simbabwe, 2008-08-01




Ihren Einsatz beendet haben

Maga. Kathrin Hawighorst, EU, Politikwissenschafterin, Projekt: HORIZONT3000-Regionalbüro Östliches Afrika, Uganda, 2008-07-31


Maga. Andrea Heiden, W, Diplom-Geografin, Projekt: Organisationsberatung der Katholischen Diözese Kasana-Luweero, Uganda, 2008-07-31


Reinhard Krall, St, KFZ-Mechaniker, Projekt: Wasserversorgung und Ausstattung des Technischen Zentrums in der Diözese Lodwar, Kenia, 2008-09-18


Maga. Annemarie Schneeberger, N, Betriebswirtin; Unternehmensberaterin, Projekt: Projektmanagerin "Women in Need", Mutare, Simbabwe, 2008-09-30


Maga. Monika Treipl, N, Handelswissenschaften, Marketing/PR/Projektmanagerin, Projekt: Organisationsberatung (Schwerpunkt Finanzen) Magariro, Chimoio, Mosambik, 2008-08-06


DI Gebhard Tschavoll, T, Landschaftsplaner, Projekt: Stärkung der Zivilgesellschaft von Bahia zur Beteiligung an der Verwaltung der Natürlichen Ressourcen, Brasilien, 2008-09-09




Projektwechsel

Dr. Uwe Maas, EU, Facharzt für Pädiatrie, wechselte per 2008-09-01 vom Projekt: Arzt im Projekt Mashambanzou HIV und AIDS, Simbabwe, in das Projekt: AIDS-Prävention Mangunde, Mosambik


Maga. Süster Strubelt, EU, Dipl. Psychologin, Dipl. Soziologin, wechselte per 2008-09-01 vom Projekt: Psychologin im Community Hospice Interventions & Capacity Building Programme, Simbabwe in das Projekt: AIDS-Prävention Mangunde, Mosambik




Nachwuchs gibt's bei...

... Carsten Klink und seiner Frau Annith - wir gratulieren den beiden ganz herzlich zur Geburt ihres Sohnes Freerik Saboklem Klink, der am 9. Oktober in Papua Neuguinea zur Welt kam.


... Andreas Siedersleben und seiner Frau Margaret - ihr Sohn Franz Mariosu Siedersleben wurde am 15. September in Papua Neuguinea  geboren.




Geheiratet haben

Andreas Siedersleben und Margaret Kauva (Bougainville/Papua Neuguinea)
Franz Baumgartner und Susan Rebwi Zvivada (Simbabwe)
Roland Kornhäusl und  Amina Warsame (Kenia)



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...IN KÜRZE

TRIALOG – CONCORD Konferenz in Prag

Ist die europäische Entwicklungszusammenarbeit auf dem richtigen Weg? Ist das Ziel wirtschaftliches Wachstum oder Entwicklung? Wollen wir ‚mehr haben’ oder ‚glücklicher leben’? Ist Demokratisierung eine Voraussetzung für Entwicklung? Diese und ähnliche Fragen stellten sich 140 Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft aus über 50 verschiedenen Ländern in Prag bei der Konferenz 'Are we on the right track? Paradigm review by civil society organisations (CSOs) as development actors'. Die Konferenz wurde von TRIALOG und CONCORD in Zusammenarbeit mit der Ökumenischen Akademie Prag und der tschechischen entwicklungspolitischen NGO Plattform FoRS organisiert. Sie bot erstmals den Rahmen für einen intensiven Gedankenaustausch.



Scharfe Kritik von CONCORD Präsident Kilcullen

CONCORD Präsident Justin Kilcullen übte in seiner Eröffnungsrede scharfe Kritik an der 'Tyrannei der MDGs', der Zersplitterung der Zivilgesellschaft in verschiedene Blöcke wie Menschenrechte, EZA, Umwelt und dem Versagen von 'Gender Mainstreaming' in entwicklungspolitischen Projekten. Wesentliche Impulse für die Diskussion kamen von den engagierten HauptrednerInnen aus Brasilien (Chico Whitaker, World Social Forum), Kenia (Rebecca Tanui, BEACON), Malaysia (T. Rajamoorthy, Third World Network) und Russland (Olga Ponizova, Eco-Accord). In sechs thematischen Workshops brachten alle TeilnehmerInnen ihre Analysen und Visionen ein.



Gemeinsame Lobbyarbeit und globale Bildungsarbeit

Die Forderung nach verstärktem politischen Handeln, insbesondere im 'Norden', trat klar hervor. Die MDGs seien eine Schande, da sie Zahlenspiele an die Stelle von politischen Zielen setzten und in Kauf nähmen, dass die Hälfte der Weltbevölkerung in Armut verhaftet bleibt. NGOs aus dem 'Süden' erwarten Unterstützung aus dem 'Norden' im besonderen für gemeinsame Lobbyarbeit sowie globale Bildungsarbeit und Aktivismus zur Bekämpfung der strukturellen Ursachen von Armut. Die Dringlichkeit, sich intensiver als bisher mit den 'Grenzen von Wachstum' in den reichen Ländern und Klimawandel auseinanderzusetzen, wurde mehrfach betont. Eine Folgekonferenz ist für 2009 geplant. Sie wird Raum bieten, Donoren und politische Verantwortungsträger mit den Forderungen der Zivilgesellschaft aus 'West', 'Süd' und 'Ost' zu konfrontieren.


Anita Bister (TRIALOG)
a.bister@trialog.or.at, Info



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News

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Ausgeschriebene Stellen

Papua-Neuguinea, TischlerIn/ZimmererIn für St. Josephs College Mabiri

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Konzert & Jam Session am 17.9.

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Anlässlich des UN-Review Summit zu den Millenniumsentwicklungszielen und im Rahmen der weltweiten „Standup“ Kampagne der Vereinten Nationen (17.9.-19.9.) lädt der Dachverband Globale Verantwortung zu

Konzert & Jam Session mit Sambattac und Oficina Art Vienna

Freitag, 17. September 2010, um 17 Uhr beim Platz vor dem MQ (Ecke Mariahilferstraße).
Die Veranstaltung findet nur bei trockener Witterung statt.


African Press Day 2010

23. - 24.9.2010

Radio Afrika TV nimmt die Fußball WM zum Anlass, die österreichische Medienpolitik Afrika bzw. AfrikanerInnen betreffend zu analysieren. Ziel ist es, dass sich besonders die Medienentscheidungsträger sowie die öffentliche Meinung in Österreich, mit Ereignissen und Entwicklungen in Afrika sowie mit der Lage der AfrikanerInnen in ihrer Heimat oder in Gastländern, und auch mit der medialen Berichterstattung darüber, auseinandersetzen.

Teilnahmegebühr: 100 Euro (StudentInnen ermäßigt)
Anmeldung unter: office@radioafrika.net
Anmeldeschluss: 05.09.2010

Details und Anmeldung unter: http://www.radioafrika.net/2010/08/10/african-press-day-afrikas-dimension-in-der-westlichen-medienlandschaft/


Oikocredit MultiplikatorInnen-Workshops

3.9.2010 in Wien und 24.9.2010 in Graz

Oikocredit bietet in Österreich eine Möglichkeit, Geld sozial nachhaltig zu veranlagen und Mikrokredit-Projekte in 70 Ländern weltweit zu fördern. Bei den MultiplikatorInnen-Workshops erhalten Sie detaillierte Informationen über Oikocredit, können einzelne Fragen diskutieren und es wird gemeinsam überlegt, wie wir den Bekanntheitsgrad dieser Initiative in Österreich steigern können.

Nähere Informationen und Anmeldung unter http://www.oikocredit.org/site/at/


Menschen im Einsatz

Michaela Faulhammer

Das Team von NGO PRO unterstützt NGOs und CBOs aus dem Feld der Enwicklung von Zivilgesellschaft in Papua Neuguinea bei deren Maßnahmen zu den Themen Capacity ...

Michaela Faulhammer studierte Soziologie und Public Relations an der Uni Wien. Danach war sie einige Jahre lang als Managementberaterin, Coach und Mediatorin ... mehr

Einsatzland: Papua-Neuguinea

Projekt: Beraterin NGO Promotion, Madang

In Papua Neuguinea ist die Leistung des öffentlichen Sektors gering und erreicht außerdem die ländliche Bevölkerung schwer. Zivilgesellschaftliche ...


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