NL März: Jugendliche in Mosambik und Nicaragua...
unser aktueller Newsletter berichtet unter anderem über Projekte für Jugendliche in Mosambik und Nicaragua.
Darüber hinaus gibt es wie immer einen kurzen Überblick zu Neuigkeiten und Ereignissen.
Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und freuen uns über Anregungen, Rückmeldungen, Tipps und Hinweise,
das Redaktionsteam von HORIZONT3000
Weitere Informationen zu Projekten und MitarbeiterInnen bietet unsere Homepage - www.horizont3000.at.
Inhalt:
Geschäftsführung: 'Urgent Action' zu drohender EZA-Budgetkürzung
Projekt: Lehrrestaurant Magico - Mosambik
Projekt: Auch Mädchen haben Rechte - Nicaragua
Newsflash: ...Int. Frauentag Uganda, Neptun Wasserpreis, Weltwasserforum
RückkehrerInnen: Treffen Vorbereitungskurs von 1989
Aktuelles: TRIALOG
Haus & Hof: Menschen im Einsatz
'Urgent Action' zu drohender EZA-Budgetkürzung
Das Sparbudget der aktuellen Regierung führte zu der berechtigten Befürchtung, dass auch im zukünftigen EZA Budget - statt der versprochen Erhöhung auf 0,51% des BiP bis 2010 - eine Budgetkürzung vorgenommen wird. Die vom Dachverband 'Globale Verantwortung' initiierte und von den Mitgliedsorganisationen unterstützte 'urgent action' brachte mehr als 4000 an Bundeskanzler Faymann, Finanzminister Pröll und Außenminister Spindelegger gerichtete Emails binnen einer Woche.

Im Rahmen einer spontanen Aktion vor dem Bundesministerium für Finanzen unter dem Motto: „Pröll’s Millionenshow: Die Ärmsten der Welt brauchen einen Joker!“ - von HORIZONT3000 und der DKA mitorganisiert - wurde einer Delegation des Finanzministers die Forderung nach Erhöhung des zukünftigen EZA Budgets überreicht.
Durch die gemeinsamen Anstrengungen und den Widerstand von vielen Menschen und Organisationen, die sich ihrer globalen Verantwortung auch in Zeiten der Krise bewusst sind, hoffen wir noch auf positive Signale aus dem Finanzministerium. Minister Spineldegger hat in einem Gespräch mit dem Dachverband sein Bestreben erklärt, zumindest das Budget nicht kürzen zu wollen.
Info: http://www.globaleverantwortung.at
Lehrrestaurant Magico - Mosambik

Hilfe zur Selbsthilfe für benachteiligte Jugendliche
Associação Young Africa – Moçambique ist eine gemeinnützige, anerkannte NGO, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, unterprivilegierten Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. Dabei verfolgt die Organisation einen ganzheitlichen Ansatz - neben einer fundierten Berufsausbildung wird auch auf die sozialen Kompetenzen der Mädchen und Burschen Augenmerk gelegt.
Derzeit werden für rund 1000 Jugendliche, die unter der Armutsgrenze leben und keinen Zugang zu Berufsausbildung haben, Kurse in elf verschiedenen Ausbildungsbereichen mit wirtschaftlichem Schwerpunkt angeboten. Die 25 besten SchulabgängerInnen werden zu BerufslehrerInnen ausgebildet und arbeiten in der Ausbildung weiterer Jugendlicher.

Praxisnahe Ausbildung durch Franchising
Young Africa vergibt die verschiedenen Ausbildungsbereiche an lokale Franchisenehmer, die die Lehrstätten betreiben. Das bringt neben einer sehr praxisnahen Ausbildung der Jugendlichen auch größere Akzeptanz, Bekanntheit und nicht zuletzt eine nachhaltigere Verankerung des Projektes in der Gemeinschaft.

Lehrrestaurant MAGICO
Das Lehrrestaurant MÁGICO wird von zwei lokalen Franchisenehmern betrieben, Herr Gift ist für den gastronomischen Bereich und die Ausbildung im Service verantwortlich, Herr Manosse ist Küchenchef und Lehrer für die Küchen-Ausbildung zuständig. Hany Dvorak - im Bild ganz links - ist für HORIZONT3000 als Beraterin im Ausbildungsbereich Gastronomie des Projektes im Einsatz. Gemeinsam mit den beiden Franchisenehmern erarbeitet die Geografin und gelernte Tourismuskauffrau speziell zugeschnittene Ausbildungsmodule und unterstützt die Restaurantbetreiber bei der Umsetzung derselben, aber auch im Betrieb des Restaurants.

Ausbildung im Kochbereich boomt
Während es für die sechsmonatige Ausbildung zur Köchin/zum Koch immer volle Kurse und lange Wartelisten gibt, wird der um die Hälfte kürzere Kurs im Servicebereich bei weitem nicht so stark nachgefragt. Hany Dvorak erläutert die Gründe: "Das liegt daran, dass Serviceangestellte in der Gastronomie oft keine sonderlich gute Reputation haben und besonders von mosambikanischen Gästen oft schlecht behandelt werden."
Häufig sei auch die Servicequalität unzureichend, so Hany weiter. Es handelt sich hierbei also um eine Spirale, die einen positiven Aufwind braucht: "Gute Ausbildung bringt besseres Service und das wiederum die Anerkennung der Gäste."

AbsolventInnen gefragt
Die SchülerInnen erhalten mit ihrem erfolgreichen Abschluss nicht nur ein staatlich anerkanntes Zertifikat, sie werden von Young Africa auch bei der Arbeitssuche unterstützt. Die Nachfrage ist groß - die Gastronomie in Beira zeigt reges Interesse an den AbsolventInnen.

Gesellschaftliche Rahmenbedingungen
Schwierigkeiten ergeben sich eher aufgrund der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen - Frauen kommen oft mit ihren noch zu stillenden Säuglingen zur Arbeit - es gibt niemanden, der auf die Kinder aufpassen könnte. "Die langen Arbeitszeiten - oft bis in die Nacht hinein - bringen Probleme mit sich: Frauen müssen ihre Ehemänner oft um Erlaubnis bitten, wenn sie am Abend außer Haus sind. Und wer kocht und macht die Hausarbeit?", erzählt Hany.
Zudem ist es ab 21 Uhr abends in einigen Stadtteilen nicht ratsam, auf der Straße zu sein. Wie kommen also Menschen, die dort wohnen sicher nach Hause?
Marmelade, Konfitüre...
Im MÁGICO kocht Hany auch immer wieder gerne gemeinsam mit dem Küchenchef, um neue Speisen auszuprobieren. "Aus Früchten wie Mango, Orangen, oder Zitronen haben wir bereits köstliche Marmeladen produziert und auch verkauft," schwärmt Hany begeistert, "Wir überlegen uns, in diesem Bereich die Produktion auszuweiten."

Kochbuch in Bildern
Das allgemeine Ausbildungsniveau in Mosambik ist sehr niedrig und die Analphabetenrate hoch, sie liegt bei fast 60%. "Oft sprechen die Menschen nur eine Lokalsprache und davon gibt es neun in Mosambik, aber kein Portugiesisch. Für diese Zielgruppe aber auch für Menschen, die Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben, erarbeiten wir gerade ein Kochbuch in Bildern," berichtet Hany. Das Kochbuch soll auch bei einem Kurs für Hausangestellte zum Einsatz kommen.
Info: andrea.heiden@horizont3000.at
Auch Mädchen haben Rechte - Nicaragua

Förderung sexueller und reproduktiver Gesundheit von Jugendlichen
Anna Christine Planck Duarte Flores (rechts im Bild mit einer indigenen Hebamme) ist diplomierte Krankenschwester, lebt seit über 15 Jahren in Nicaragua und arbeitete bereits in verschiedenen Projekten und Programmen von HORIZONT3000. Zuletzt war sie in der nicaraguanischen Region Madriz in einem Gesundheitsprojekt zur Förderung sexueller und reproduktiver Gesundheit - kofinanziert von der OEZA - von Jugendlichen tätig. Im folgenden Beitrag schildert sie den Ablauf eines ihrer Beratungsgespräche mit Mädchen und Jugendlichen in einem entlegenen Dorf an der Grenze zu Honduras.
Ein Tropfen auf den heißen Stein
Wir fahren durchs Nichts, es ist heiß, ein paar vertrocknete Sträucher, viel Gestrüpp, kahle Jicarobäume, steiniger, rissiger Boden - unser Fahrzeug hinterlässt eine undurchdringliche Staubwolke. Es geht nach Motuce, eine Siedlung an der Nordgrenze Nicaraguas zu Honduras - ein Dorf, das eigentlich gar keines ist. Denn hier wurden Menschen vor zwanzig Jahren zwangsangesiedelt, als grenzsichernde Maßnahme während des Guerillakrieges. Die Bewohner des Dorfes, auch die nachfolgenden Generationen vermitteln mir nicht das Gefühl, hier heimisch zu sein. Seit einem Jahr nun unterrichte ich hier einmal im Monat Sexualaufklärung im Rahmen des Jugendprogrammes, meine Schülerinnen sind Jugendliche zwischen 11 und 16 Jahren - ein Tropfen auf den heißen Stein!

Menschenrechte - am wichtigsten: Recht auf Leben
Rund 30 Mädchen kommen beim Geräusch des herannahenden Fahrzeuges angelaufen, wild und fröhlich hüpfend, manche begrüßen mich stürmisch mit einer Umarmung, andere rufen mich beim Namen. Heute wollen wir ein sehr wichtiges Thema erarbeiten - Menschenrechte - und eigentlich damit verbunden auch gleich Sexual- und Reproduktivrechte. Nachdem die Mädchen nie wirklich ruhig still sitzen, beginnen wir mit einem Spiel im Kreis. Wir lassen den Ball rundumgehen und jede sagt, wenn sie an der Reihe ist, was sie sich unter dem Thema vorstellt. Einhellig herrscht die Meinung vor, das Recht auf Leben sei das Wichtigste.

Das Recht auf freie Entscheidung
Bevor wir nun wirklich beginnen, frage ich nach dem Verbleib von zwei Mädchen - Maria und Lupe sind heute nicht erschienen. Da kommt Gekicher auf in der Runde, einige verbergen ihre Gesichter in den Händen und die Mutigste erzählt, dass die zwei ja nun Männer hätten. 'Wie? Richtig verheiratet?,' frage ich. Aber nein, die Mädchen schütteln die Köpfe, nicht verheiratet - die Männer hätten die beiden Mädchen einfach genommen. Na, da sind wir ja schon beim ersten Menschenrecht und vielleicht auch gleich beim ersten Sexualrecht - dem Recht auf Freiheit, auf Entscheidungsfreiheit!

Was sind überhaupt Menschenrechte?
'Eines der Sexualrechte lautet beispielsweise,' erkläre ich, 'sich selbst den Partner auszuwählen, freie Partnerwahl.' Nun aber der Reihe nach. Ich setze an und frage in die Runde: 'Was sind denn überhaupt Menschenrechte? Für wen gelten sie und wo stehen sie geschrieben?' Die Mädchen schweigen und nach näherer Erläuterung meinerseits gehen wir zu ein paar konkreten Menschenrechten über und lassen die Teilnehmerinnen abwägen, ob es sich dabei um eines handelt, dass sie meinen zu haben oder nicht. 'Also', beginne ich, 'das Recht auf Erziehung?' Im Chor wird Ja geschrieen und mir wird eifrig erklärt, dass es hier in Motuce eine Schule gäbt, wo alle Kinder hingehen könnten.

'Manche Kinder sind einfach nicht für die Schule gemacht.'
'Aber nicht alle Kinder gehen in die Schule,' werfe ich ein, 'wie erklärt ihr euch das?' 'Ja, die Eltern wollen, dass die Buben bei der Feldarbeit mithelfen', sagt eines der Mädchen. 'Und als älteste Schwester muss ich immer auf meine jüngeren Geschwister aufpassen, deshalb bin ich erst in der zweiten Klasse', wirft ein anderes ein. 'Und weißt du', fällt ein drittes in Wort, 'manche Kinder sind einfach nicht für die Schule gemacht. Das sagt mein Vater jedenfalls.' Anhand der Einwürfe wird klar, dass wohl doch nicht alle Kinder in Motuce ein Recht auf Erziehung haben.

'Maria braucht keine Freiheit, sie hat ja einen Mann.'
'Wie sieht es denn aus mit dem Recht auf ein Haus und ein Dach', frage ich. Wieder gibt es ein allgemeines Ja zur Antwort. Aber auch das ist sehr relativ, denke ich mir beim Anblick der kleinen Hütten, in denen bis zu 15 Personen gemeinsam leben. 'Und das Recht auf Freiheit, wie ist das jetzt mit Maria, die sich von einem Mann hat stehlen lassen', möchte ich wissen. Kann Maria in die Gemeindestadt fahren oder im Nachbardorf eine Freundin besuchen?
Da sind sich alle einige, das kann Maria nicht und die Mädchen erklären mir mit wichtiger Miene, dass Maria ja nun nichts mehr selbst entscheiden bräuchte, das würde der Mann für sie übernehmen. Sie gehöre ihm und er sorge für sie. Aber schließlich hätte das Maria ja schon vorher gewusst, sie brauche ja nun keine Freiheit, sie habe ja nun diesen Mann.
Die Frage, ob sie denn nun einen Besitzer oder einen Partner haben wollten, versetzt die Runde in Erstaunen. Die Vorstellung, ein Mann könne mit einer Frau sprechen, sich austauschen, gemeinsam überlegen, Vertrauen schaffen - ist ihnen fremd.
Anna Planck
Info zum Projekt: edith.fauland@horizont3000.at
...Int. Frauentag Uganda, Neptun Wasserpreis, Weltwasserforum
International Womens Day in Kampala
Unter dem Motto 'Participate to show your work' luden das deutsche und das französische Kulturinstitut in Kampala zum Frauentag: eine 'Messe der Möglichkeiten' sollte einen Überblick bieten über all die Aktivitäten, die von und für Frauen geboten werden. Und viele, viele kamen und füllten den Garten des Kulturinstutes mit bunten Zelten, Präsentationen, Musik, Büchern, Kampfsport, Tanz, Modeshows, Designschmuck und mehr.

Erfahrungsaustausch auf allen Ebenen
HIV/Aids war aufgrund der hohen Relevanz an den Infoständen zahlreicher lokaler Gruppen Thema, andere boten Erfahrungsaustausch zu 'Educate the girl child' und 'Avoid child marriage' oder praktischen Anwendungsbeispiele zu 'Peer Coaching' und 'Non Violent Communication' - unter anderem von österreichischen TrainerInnen. Die beiden Organisationen 'Women in the Media' und 'Female Writers Association' boten den Besuchern ebenfalls Einblick in ihre Arbeit und HORIZONT3000 konnte - dank der großen Unterstützung der österreichischen Community - ein inhalts- und kalorienreiches Programm offerieren.
'Share some coffee - win with our information'
So lautete die Einladung zum HORIZONT3000-Quizz, ein Motto, das auch für die gelungene Verbindung von österreichischer Kultur und der Präsentation interessanter Partnerschaftsprojekte stand und das 'HORIZONT-tent' zum Publikumshit machte. Bei Kuchen und ugandisch-österreichischem Kaffee wurden die Effekte der Finanzierungsprojekte diskutiert, die Fotos der österreischischen Vor-Ort-Trainigs-Projekte besprochen, neue Ideen gesponnen und um HORIZONT3000-Unterstützung lobbyiert.

Früchte erfolgreicher Kooperation
HORIZONT3000 punktete auch noch mit weiteren kulinarischen Genüssen und präsentierte die Früchte erfolgreicher Kooperation direkt am Infostand. Getrocknete Bananen und Ananas aus der biologischen Früchte-Trocknung der Partnerorganisation Africa2000-Network waren zur Verkostung angeboten, die kleinen Verkaufs-Packungen mutierten innerhalb kürzester Zeit zum beliebtesten 'gesunden Kinder-Snack' des Events.

Ähnlich hohe Aufmerksamkeit erzielte nur die Präsentation des von HORIZONT3000 unterstützten 'men empowerment'-Projektes (Kenia) in Verbindung mit dem 'man-made cake' - von Robert Moosbrugger - dem acting county-director - eigenhändig fabriziert und zum Kuchenbuffet beigesteuert: unglaublich was Männer alles an guten Dingen tun können, wenn sie nur wollen, so das Urteil unserer BesucherInnen. Eine unerwartete Message zum Frauentag, süß wie der Kuchen.
Info: birgit.klausser@horizont3000.org
Hans Gnadlinger für Neptun Wasserpreis nominiert
Einer unserer sehr erfolgreichen Projektmitarbeiter ist für den Neptun Wasserpreis 09 nominiert. Die Verleihung findet am 19. März um 19:00 Uhr im MAK (Museum für Angewandte Kunst) in Wien statt. Das Projekt 'Integriertes Wassermanagement im brasilianischen Trockengebiet - 1 Million Zisternen' rangiert unter den vier besten der Kategorie WasserWELT.
Info: http://www.wasserpreis.info/kategorien/index.php#wasserwelt
Weltwasserforum in Istanbul 16. - 22. März
Hans Gnadlinger nimmt auch als Vortragender am 5. Weltwasserforum - 16. bis 22. März - in Istanbul teil. Er referiert zu 'Regenwassernutzung im Integrierten Wassermanagement' und hält auch einen Vortrag zum Thema 'NGOs and Government Partnership in Wasserprojekten'.
Info: http://www.worldwaterforum5.org
Treffen Vorbereitungskurs von 1989

Nach fast zwanzig Jahren gab es im Oktober 2008 ein Wiedersehen für die TeilnehmerInnen des Vorbereitungskurses im Herbst 1989.
TRIALOG

Neue EU Länder suchen Wege aus der (Finanz) Krise
Zwischen 24. und 26. Februar versammelten sich VertreterInnen entwicklungspolitischer NGO Plattformen aus den zwölf neuen EU Mitgliedsstaaten (NMS) in Wien zum jährlichen TRIALOG Central Training. Das Thema 'Finanzielle Stabilität von Plattformen' ist von höchster Relevanz. In allen zwölf Ländern hat TRIALOG in den letzten Jahren die Errichtung und die Arbeit der nationalen Plattformen stark unterstützt.

Meist keine Basisfinanzierung
Die meisten Plattformen in NMS verfügen jedoch über keinerlei Basisfinanzierung, sondern sind von Projektgeldern der Regierungen oder anderen kurzfristigen Quellen abhängig. Dies erschwert eine mittel- bis langfristige Finanzplanung, zumal auch die nationalen Mitgliedsbeiträge keine Absicherung bieten. Sie liegen in Summe in den meisten Fällen sogar unterhalb des Mitgliedsbeitrags, den die jeweilige Plattform jährlich auf europäischer Ebene für den Dachverband CONCORD leistet.

Finanzkrise gefährdet Aufbauarbeit
Die weltweite Finanzkrise wirkt sich in den meisten NMS bereits direkt auf die Situation des entwicklungspolitischen NGO Sektors aus. Obwohl auch in anderen EU Staaten EZA-Gelder gekürzt werden, geschieht dies in den NMS zu einer Zeit, als Anliegen der weltweiten Armutsbekämpfung nach wie vor relativ neu und schwächer in Politik und Öffentlichkeit verankert sind. Dadurch ist die Aufbauarbeit der letzten Jahre enorm gefährdet.
Regionale Kooperation und Fundraising
Beim TRIALOG Training hatten die Plattform-KoordinatorInnen und Vorstandsmitglieder Zeit zum Austausch von Erfahrungen und Entwickeln neuer Ideen für ihre Finanzplanung. Präsentationen von ExpertInnen aus Irland, Österreich und Finnland führten zu lebhaften Diskussionen, welche Methoden der regionalen Zusammenarbeit und des Fundraising in NMS am besten greifen könnten. Die Veranstaltung hat allen TeilnehmerInnen klargemacht, dass längerfristige Strategien für die finanzielle Absicherung von Plattformen unerlässlich sind und die akute Situation in NMS Zusammenarbeit über Grenzen hinweg und ein gemeinsames Vorgehen von NGOs auf europäischer Ebene wichtiger macht denn eh und je.
Info: http://www.trialog.or.at
Menschen im Einsatz
Ihren Einsatz begonnen haben
Bernhard Braun, Vbg, PR- und Marketingexperte; Projekt: Berater Public Relations und Marketing für die UCM, Mosambik, 2009-03-01
MA Josua Burkart, CH, Management Consultant, MA Internationale Beziehungen und Governance; Projekt: Management Beratung für CREEK, Uganda, 2009-02-01
MA Katharina Fulterer, V, Management Consultant, MA Internationale Beziehungen und Governance; Projekt: A2N-Organisationsberatung, Uganda, 2009-02-01
DI Manfred Giese, EU, DI Elektrotechnik; Projekt: Aufbau von Kapazitäten am Photovoltaik (PV)-Sektor in Ostafrika, Kenia, 2009-04-01
Mag. Stefan Hlavac, T, Jurist, Kaufmann; Projekt: Verwaltungsfachmann / Student Registrar für die UCM, Mosambik, 2009-03-01
Helena Jeannette Hoegen Dijkhof, EU, Projektmanagerin; Projekt: Capacity Building, Burkina Faso, 2009-02-01
Andreas Scheibenreif, W, Nachrichtentechniker, Tontechniker; Projekt: Berater für Radioreparaturzentrum GESOM, Mosambik, 2009-03-01
Maga. Manuela Schweigkofler, T, Erziehungswissenschafterin, Dipl. Betriebsbuchhalterin; Projekt: Organisationsberaterin bei Caritas Gulu, Uganda, 2009-04-03
Ihren Einsatz beendet haben
Mag. Gabriele Begusch, St, Dipl. Psychologin, Klinische- und Gesundheitspsychologin; Projekt: Jugendprogramm, Komponente Los Quinchos, Nicaragua, 2009-04-30
Maga. Eva Böhm, K, Juristin, Theologin; Projekt: Sozialprogramm der Diözese Lae, Papua Neuguinea, 2009-03-31
Mag. (FH) Irmgard Fallmann, W, Internationale Betriebswirtin (Controlling); Projekt: Accountant Universitätsinformationssystem (UIS) UCM Beira, Mosambik, 2009-03-15
Mag. Andreas Putscher, O, Betriebswirt, SAP Consultant; Projekt: Enterprise Resource Planning im Universitätsinformationssystem (UIS) der UCM Beira, Mosambik, 2009-03-15
Maga. Annika Schabbauer, EU, Arabistikerin; Projekt: Promotion of Energy Conservation Education and Practices in Ugandan Schools, Uganda, 2009-03-31
Michael Schneider, N, Bilanzbuchhalter, Personalverrechner; Projekt: Organisationsberater mit Schwerpunkt Finanzen der Organisation Rudo-Kubatana, Mosambik, 2009-02-19
Dipl.-Sr. Manuela Schönborn, EU, Krankenschwester, Dipl. Pflegewirtin; Projekt: Sozialarbeiterin im Projekt HIV/AIDS-Beratungstraining der Methodist Church von Simbabwe, Simbabwe, 2009-02-14
Maga. Claudia Tiefenbach, N, Volksschullehrerin, Ethnologin; Projekt: Stärkung der Vor- und Volksschulausbildung in Laguna de Perlas (Raas), Nicaragua, 2009-03-31
Projektwechsel
Soren Foged Christensen, EU, Tischler, Bautechniker, wechselt per 2009-03-01 vom Projekt: Capacity Building am St.Joseph´s Institute, Uganda, in das Projekt: Organisationsentwicklung für Einrichtungen der Diözese Fort Portal/Diözesanes Bildungsrefeat, Uganda
Herzlich willkommen
zurück im Büro in Wien! Claudia Schmidt hat nach ihrer 2jährigen Karenz mit Anfang März ihre Tätigkeit als Assistentin der Geschäftsführung wieder aufgenommen.
Alles Gute
wünschen wir Angelika Scherzer, die für Claudia Schmid die Karenzvertretung innehatte. Angelika ist nun bei CARE als Program Officer für Afrika zuständig.

Nachwuchs gibt's bei
Ingrid Pranger und Horst Eidenberger, ihre Tochter Ines kam 31. Jänner in Wien zur Welt. Wir gratulieren ganz herzlich!
'EZA-Nachwuchs zeigt, was er von Budgetkürzungen hält'
News

Ausgeschriebene Stellen
Papua-Neuguinea, TischlerIn/ZimmererIn für St. Josephs College Mabiri
Konzert & Jam Session am 17.9.

Anlässlich des UN-Review Summit zu den Millenniumsentwicklungszielen und im Rahmen der weltweiten „Standup“ Kampagne der Vereinten Nationen (17.9.-19.9.) lädt der Dachverband Globale Verantwortung zu
Konzert & Jam Session mit Sambattac und Oficina Art Vienna
Freitag, 17. September 2010, um 17 Uhr beim Platz vor dem MQ (Ecke Mariahilferstraße).
Die Veranstaltung findet nur bei trockener Witterung statt.
African Press Day 2010
23. - 24.9.2010
Radio Afrika TV nimmt die Fußball WM zum Anlass, die österreichische Medienpolitik Afrika bzw. AfrikanerInnen betreffend zu analysieren. Ziel ist es, dass sich besonders die Medienentscheidungsträger sowie die öffentliche Meinung in Österreich, mit Ereignissen und Entwicklungen in Afrika sowie mit der Lage der AfrikanerInnen in ihrer Heimat oder in Gastländern, und auch mit der medialen Berichterstattung darüber, auseinandersetzen.
Teilnahmegebühr: 100 Euro (StudentInnen ermäßigt)
Anmeldung unter: office@radioafrika.net
Anmeldeschluss: 05.09.2010
Details und Anmeldung unter: http://www.radioafrika.net/2010/08/10/african-press-day-afrikas-dimension-in-der-westlichen-medienlandschaft/
Oikocredit MultiplikatorInnen-Workshops
3.9.2010 in Wien und 24.9.2010 in Graz
Oikocredit bietet in Österreich eine Möglichkeit, Geld sozial nachhaltig zu veranlagen und Mikrokredit-Projekte in 70 Ländern weltweit zu fördern. Bei den MultiplikatorInnen-Workshops erhalten Sie detaillierte Informationen über Oikocredit, können einzelne Fragen diskutieren und es wird gemeinsam überlegt, wie wir den Bekanntheitsgrad dieser Initiative in Österreich steigern können.
Nähere Informationen und Anmeldung unter http://www.oikocredit.org/site/at/
Menschen im Einsatz
Michaela Faulhammer
Das Team von NGO PRO unterstützt NGOs und CBOs aus dem Feld der Enwicklung von Zivilgesellschaft in Papua Neuguinea bei deren Maßnahmen zu den Themen Capacity ...
Michaela Faulhammer studierte Soziologie und Public Relations an der Uni Wien. Danach war sie einige Jahre lang als Managementberaterin, Coach und Mediatorin ... mehr
Einsatzland: Papua-Neuguinea
Projekt: Beraterin NGO Promotion, Madang
In Papua Neuguinea ist die Leistung des öffentlichen Sektors gering und erreicht außerdem die ländliche Bevölkerung schwer. Zivilgesellschaftliche ...
