NL Mai: AIDS-Waisen in Simbabwe
Im aktuellen Newsletter berichtet Nikola Fahrbach, die derzeit in Simbabwe im Einsatz ist, über Kinderfamilien von AIDS-Waisen und Christina Westermayer gibt einen Einblick in ihre Arbeit als Beraterin kleinbäuerlicher Projekte in Nicaragua.
Darüber hinaus bringen wir wie immer einen kurzen Überblick zu Neuigkeiten und Ereignissen.
Viel Spaß beim Lesen, wir freuen uns über Anregungen, Rückmeldungen, Tipps und Hinweise,
das Redaktionsteam von HORIZONT3000
Weitere Informationen zu Projekten und MitarbeiterInnen auf www.horizont3000.at.
Inhalt:
Projekt: Der Tag an dem die Straße kommt - Nicaragua
Projekt: Simbabwes AIDS-Waisen
Newsflash: TRIALOG
Aktuelles: Termine, Tipps...
Haus & Hof: ...Menschen im Einsatz
Der Tag an dem die Straße kommt - Nicaragua
Bislang war die Gemeinde La Cruz del Río Grande im Dschungel Nicaraguas nur auf dem Wasserweg erreichbar. Jetzt soll sie an das Straßennetz angeschlossen werden, die Konsequenzen sind noch schwer abzuschätzen. Christina Westermayer ist für HORIZONT3000 als wirtschaftliche Beraterin für kleinbäuerliche Projekte im Einsatz und berichtet über die Befürchtungen und Hoffnungen der Menschen der Region.

Rio Grande de Matagalpa
Transport nur über den Wasserweg
Die Gemeinde La Cruz del Río Grande ist wohl für unsere Verhältnisse etwas abgelegen. Straße gibt es keine und auch das Schnellboot von Bluefields braucht gute fünf Stunden hierher. Ein Umstand, den die meisten Bewohner gelassen hinnehmen. "Uns geht es eigentlich gut, wenigstens haben wir ausreichend zu essen", wird oft erzählt. Sogar mehr als ausreichend, denn die landwirtschaftliche Produktion wirft Überschüsse ab. Doch die Möglichkeiten, diese Erzeugnisse dorthin zu transportieren, wo gute Preise dafür erzielt werden können, sind eingeschränkt. Und damit auch die Chance auf zusätzliche Einkommensquellen, denn selbst wenn der Magen voll ist, fehlt es schnell am nötigen Geld, um Hefte für die Schule zu kaufen oder einen Arzt zu besuchen.

Austausch in der Runde
Von Ernährungssicherheit zu Marktorientierung
HORIZONT3000 unterstützt seit nahezu 20 Jahren Landwirtschaftsprojekte in den autonomen Atlantikregionen Nicaraguas, insbesondere in den Gemeinden La Cruz del Rio Grande, Rosita und Waslala. Nach erfolgreicher Ernährungssicherung liegt der Schwerpunkt in den letzten Jahren nun auf Marktorientierung. Die Verbreiterung der landwirtschaftlichen Produktpalette und der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen spielen dabei nach wie vor eine große Rolle, gleichzeitig soll ein besserer Marktzugang für die Bäuerinnen und Bauern geschaffen werden. Denn zumeist ist die Nachfrage ja vorhanden, aber es mangelt an Organisation, Koordination und Transport.

Christina und Doña Esterlina
Reisefreudigkeit vorausgesetzt
Christina Westermayer ist seit gut einem Jahr für HORIZONT3000 - kofinanziert von der Österreichischen Entwicklungszusammen-
arbeit OEZA - in der Region tätig. Die aus Wien stammende Handelswissenschafterin mit großer persönlicher Begeisterung für die Landwirtschaft berät MitarbeiterInnen kleinbäuerlicher Projekte und nutzt ihr Büro in Managua nur selten, denn der Großteil der Arbeit spielt sich in den entlegenen Gemeinden in den Atlantikregionen ab. "Reisefreudigkeit ist wohl auch eine wichtige Voraussetzung für diese spannende und abwechslungsreiche Arbeit," zeigt sich Christina begeistert. Die Beratungsschwerpunkte variieren – einmal geht es mehr um die betriebswirtschaftlichen Grundlagen, wie etwa die Berechnung der exakten Produktionskosten, ein andermal steht beispielsweise die Förderung von Kleinstunternehmen im Vordergrund.

Kakaobutter als Kosmetikprodukt
Unternehmerisches Denken ist gefragt
Die Arbeitslosigkeit liegt bei rund 80% und oft genug bringt die Landwirtschaft alleine kein verlässliches Einkommen. "Wir setzen also bei der Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Produkte an und versuchen so, Einkommensquellen zu schaffen, insbesondere auch für Frauen." Doch eine Geschäftsidee alleine reicht nicht aus, unternehmerisches Denken ist gefragt. „Da gibt es etwa eine Gruppe von Frauen, die eine Bäckerei aufmachen möchten. Oder - eine Familie hat begonnen, Schokolade herzustellen, diese Menschen unterstützen wir mit persönlicher Beratung und kleinen Krediten beim Start in die Selbständigkeit,“ erklärt Christina Westermayer.

Kakaobauern bei der Fermentierung
Große Veränderungen stehen bevor...
Aber zurück ins Boot am Río Grande de Matagalpa. La Cruz stehen große Veränderungen bevor. Im Jahr 2010 soll der Ort ans Straßennetz angebunden werden. Die Konsequenzen sind noch schwer abzuschätzen, doch eines ist klar: Für die von der Katholischen Männerbewegung Linz unterstützte Kooperative Unión Cristiana de Productores de Cacao – UNCRISPROCA - werden trotz der vielen Vorteile einer Straße härtere Zeiten anbrechen.
Denn bislang lief alles recht überschaubar ab – die BäuerInnen produzierten nachhaltig biologisch erstklassigen Kakao. Die verlässlichen Lieferungen an die Kooperative ermöglichten dieser, stabile Handelsbeziehungen nach Europa zu unterhalten.

Zubereitung von Biodünger
...warten auf die Straße
„Die Herausforderung liegt darin, dass die BäuerInnen die hohen Standards halten und nicht der Versuchung des schnellen Geldes erliegen. Mit der Straße werden auch viele kleinere Zwischenhändler kommen, die wenig Wert auf Qualität, aber großen auf schnelle Lieferung legen,“ erläutert Christina Westermayer. Auch der Zugang zu künstlichen Düngemitteln oder behandelten Samen wird dann wohl erleichtert.
Luis Guillén von der Partnerorganisation FADCANIC ist zuversichtlich: „Die Mitglieder der Kooperative machen sich ernsthaft Gedanken darüber, wie sie ihre Organisation weiterentwickeln und erfolgreich an die neue Situation anpassen können. In Workshops versuchen sie gezielt, alle möglichen Szenarien durchzugehen und entsprechende Strategien auszuarbeiten.“
Bildung und Frauengruppen
UNCRISPROCA, eine halbe Stunde flussabwärts von der Bezirkshauptstadt La Cruz gelegen, wurde im Jahr 1997 gegründet und zählt derzeit 147 KakaobäuerInnen in insgesamt 14 comunidades zu ihren Mitgliedern. Das eigene Bildungsprogramm der Kooperative findet großen Zulauf - jedes Jahr nehmen an die 150 Personen am Erwachsenenbildungsprogramm in La Cruz teil. Darüber hinaus gibt es auch fünf Frauengruppen bei UNCRISPROCA, die allerdings oft auf den Widerstand der Männer stoßen, wie Esterlina Rocha Gómez, Vize-Präsidentin von UNCRISPROCA zu berichten weiß. Die sechsfache Mutter hat erst im Erwachsenenalter Lesen und Schreiben gelernt und wird Ende dieses Jahres die Schule abschließen. „Meine sechs Kinder sind stolz auf ihre Mama.“ Sie lacht und ergänzt nachdenklich: „Für manche Männer bin ich ein rotes Tuch, sie wollen nicht, dass ihre Frauen in die Frauengruppe gehen und verbieten ihnen die Teilnahme. Ich sage immer zu den Frauen: Seid euch im Klaren über eure Rechte und Pflichten. Und: Rechte sind dazu da, eingefordert zu werden.“

Gleichberechtigung hält Einzug,
Wendig wie ein Reh...
Die Nächte in Siawás sind still, das Unken der Kröten, das Zirpen der Grillen, selten das Brummen eines Stromgenerators, vom Wind herübergetragen, hie und da tuckert vielleicht noch ein Boot vorbei, im Radio mexikanische Rancheras, religiöse Schlager - Fernsehen gibt es keines. Man sitzt noch ein Weilchen zusammen und geht früh schlafen. Wie wird es hier wohl in zehn Jahren aussehen? In einem Workshop zu diesem Thema galt es, UNCRISPROCA die Eigenschaften von Tieren zuzuschreiben. Wendig, mit gutem Auge wie ein Reh, ohne der Umwelt Schaden zuzufügen, wie ein Gürteltier und dabei sicher fortschreitend wie eine Katze: So sollte UNCRISPROCA sein.
Nachfolge gesucht
Für die Nachfolge von Christina Westermayer sucht HORIZONT3000 eine AgrarökonomIn oder BetriebswirtIn.
Info: barbara.hauser@horizont3000.at
Simbabwes AIDS-Waisen
SEVACA - Sesithule Vamamani Caring Association
Nikola Fahrbach arbeitet seit April 2008 als Entwicklungshelferin im Süden Simbabwes, in Chiredzi. Die Wirtschaftswissenschafterin berät dort die Organisation SEVACA - Sesithule Vamanani Caring Association. Im Jahr 2000 von Shangaan-Hlengwe Frauen gegründet, bekämpft SEVACA die Auswirkungen der HIV/AIDS Epidemie in den umliegenden Dörfern. Rund 850 so genannten Caregivers - freiwillige PflegerInnen - werden in speziellen Trainings vorbereitet und mit einer Basisausrüstung ausgestattet. Darüber hinaus unterstützt SEVACA immer mehr Kinderfamilien und Jugendliche mit Schulgeldern und Lebensmitteln und einem Weiterbildungs- und Freizeitprogramm.

SEVACA Team
Turnschuhe und Uniform als Bezahlung
Die Ausstattung eines Caregivers - das sogenannte ‚Home-Based-Care-Kit’- beinhaltet etwas Seife, einen Eimer, Handschuhe, ein Handtuch und - soweit verfügbar - auch ein paar Basislebensmittel und Medikamente, hauptsächlich Schmerzmittel. Damit gehen die frischgebackenen PflegerInnen in die Dörfer, wo sie an AIDS erkrankte Menschen versorgen, ein Caregiver kümmert sich um bis zu fünf Personen. Bezahlung gibt es keine, lediglich zweimal jährlich eine Fortbildung zu neuesten Erkenntnissen und Medikamenten für HIV/Aids, Malaria und andere ansteckende Krankheiten. Und nach einem Jahr ein Paar Turnschuhe und eine Art Uniform. „Die werden mit Stolz getragen,“ erzählt Nikola Fahrbach, „damit sind die Caregiver schon von weitem im Dorf als Freiwillige zu erkennen.“

Kinderfamilie
Kinderfamilien schlagen sich durch
SEVACA kümmert sich auch um AIDS-Waisen und Kinder, die einen Großteil ihrer Familienangehörigen verloren haben. „Viele haben keinerlei Verwandte mehr und schlagen sich gemeinsam mit anderen in sogenannten Kinderfamilien durch,“ schildert Nikola Fahrbach die triste Lage. Geld gibt es allerdings keines für die Arbeit mit den Jugendlichen und wenn einmal welches zur Verfügung steht, wird es in Lebensmittel oder Medikamente umgewandelt.

Fieldofficer Boas
Aktivitäten für Kinder und Jugendliche - auch mit wenig Geld
„Aber unsere Field Officer sind dennoch recht aktiv mit den Youngsters,“ berichtet Nikola. Boas in Chikombedzi etwa - er befragt die Jugendlichen nach ihren Bedürfnissen und Erfahrungen und erzählt dann über sich selbst. Als 16jähriger wurde er Vollwaise und lebte bei immer anderen Verwandten, seine Schulausbildung konnte er aber trotzdem beenden, das war ihm wichtig. „Später merkte er, dass etwas mit seinen Augen nicht stimmte und so fing er an - über Hilfsarbeiten - Geld zu sparen und ging dann in Bulawayo in die Klinik, um sich eine Brille verschreiben zu lassen. Heute sagt er, sähe er wieder wunderbar und könne alles lesen,“ erzählt Nikola. Aber das wäre nun schon sieben Jahre her, seitdem konnte er sich keine Nachuntersuchung leisten, die wohl dringend notwendig wäre, wie sie hinzusetzt.

Tanzgruppe
Tanzgruppe unterm Baum
Boas hat mittlerweile ein Fernstudium an der Uni von Zimbabwe begonnen und hofft, seinen Bachelor in Development Studies in zwei Jahren abzuschließen. „Die Jugendlichen sind von ihm begeistert und er bringt sie auf andere Ideen. Die meisten Jungs hier möchten Arzt werden, die Mädels Krankenschwester, sie wissen oft gar nicht, was es sonst noch alles gäbe. Boas schafft es immer wieder bei SEVACA für Jugendliche eine Ausbildung zum Tischler oder zur Näherin zu organisieren.“
Tendai, hat hingegen ein Händchen für jüngere Kinder. Ihre Tanzgruppen treffen sich regelmäßig unter dem Baum vor dem SEVACA Büro in Chikombezdi. Die Mädchen tanzen aus Leidenschaft und freuen sich über jeden Auftritt, den sie bekommen. „Mit einer Spende konnten wir Stoff besorgen, aus dem Tendai ihnen Röckchen nähte. Da war vielleicht was los, beim letzten Auftritt,“ lacht Nikola begeistert.

Mädchen aus der Malgruppe
Ermutigung zum Weitermachen
Ein anderes Mal hatten sie Papier und Stifte bekommen; um Kinder an einem Malwettbewerb teilnehmen zu lassen. Aufgrund der politischen Ereignisse rund um die Wahlen und das damit verbundene Reiseverbot gelang es nicht mehr, die Bilder rechtzeitig einzuschicken. „Aber die Kinder haben bei Tendai unterm Baum dennoch tolle Bilder gemalt,“ erzählt Nikola. Und fügt nachdenklich hinzu: „Meine einzige Aufgabe in all diesen Programmen ist es, allen so viel Aufmerksamkeit zu schenken wie möglich, sie zu ermutigen, weiter zu machen und ihnen zu versprechen, dass ich wieder komme, um ihre Aktivitäten zu bewundern.“

Hausbesuch
Die MitarbeiterInnen von SEVACA schätzen es, wenn Nikola sie auf ihren Touren in die Dörfer begleitet. „So bekomme ich wirklich einen direkten Eindruck vom täglichen Leben, Leiden, Sterben, Hunger und Not. Die Menschen in den Orten wollen, dass man davon erzählt und, auch wenn es mir schon längst unangenehm ist, fordern sie mich auf, ein Foto von der sterbenden Frau zu machen, damit ich es der Welt zeigen kann.“

Madleine aus der Finanzverwaltung
Aktualisieren von Virenprogrammen - ohne Internet
In Nikolas Arbeitsalltag sind meist andere Themen dominierend. „Ich kümmere mich um die Verbesserung der Finanz- und Verwaltungsabläufe und übe auch mit den MitarbeiterInnen am PC. Die systematische Ablage von Dokumenten, sei es nun in elektronischen Ordnern oder solchen aus Karton bleibt ein Dauerthema hier,“ schildert sie. Die Computer müssten regelmäßig von Viren befreit werden - ein schwieriges Unterfangen, ohne Internetzugang.

Tsitsi
Brücke zwischen Geldgebern und SEVACA
Auch bei der Erstellung von Berichten an Geldgeber ist Nikola behilflich, gemeinsam mit den MitarbeiterInnen von SEVACA feilt sie an der Struktur der Reports und versucht, sie interessant aufzubereiten. „Ich bemühe mich, die Brücke zu bilden zwischen den großen Geldgebern und SEVACA als ‚Grassroot Organisation’.“ Direktorin Tsitsi und Nikola bilden ein perfektes Team. "Tsitsi bringt das Fachwissen und die Erfahrung der Basisarbeit mit, sie weiß wirklich genau, wovon sie spricht. Ihre Kompetenz kommt bei Geldgebern sehr gut an. Gemeinsam erarbeiten wir eine Strategie, um die Anträge optimal zu gestalten.“

Bushpump
Windpumpe oder Bushpump?
Oft gibt es auch Missverständnisse zwischen Geldgebern und Grassroot Organisationen. „Da hatten wir beispielsweise die Auflage eines Donors, für das Wasserbohrloch ein Windrad zu verwenden, damit die Frauen nicht so harte körperliche Arbeit verrichten müssten,“ erzählt Nikola. Die Frauen hingegen wollten lieber eine Handpumpe, da Ersatzteile für Windräder nicht zu bekommen sind. Die handbetriebenen Bushpumps hingegen könnten von den Dorfbewohnern selbst repariert werden. „Keiner traute sich etwas zu sagen, sie befürchteten, dass es kein Geld geben könnte für eine Handpumpe, da ja damit das ‚Gender-Ziel’ des Financiers nicht erreicht würde. Da die Geldgeber meist aus der westlichen Welt sind und wir dieselbe Sprache sprechen, kann ich solche Missverständnisse ansprechen und oft auch auflösen.“

Gärtnergruppe
Gemüse in Eimern
Für den Ausbau des Gemüsegartens hatte SEVACA einen Sponsor gefunden, der genaue Angaben zur letztjährigen Tomatenernte verlangte, in Kilogramm und auch eine Abschätzung, wie viele es denn in Zukunft sein würden. “Jetzt weiß aber keiner auf dem Land, was letztes Jahr war und was ein Kilogramm ist. Alle verkaufen heute Tomaten in ‚fünfer Häufchen’ oder ernten in ‚Eimern’.“ Der Geldgeber schlug vor, den Leuten eine Waage zu kaufen. Nikola schlug dem Geldgeber vor, Kalkulationen in ‚Eimern’ zu akzeptieren, die auch realistisch zu Papier gebracht werden konnten. „Unser Proposal mit ‚Gemüse in Eimern’ wurde letztendlich akzeptiert und ich hoffe, der Donor wird nie wieder von einer Dorfgemeinschaft Angaben in Kilogramm verlangen.“
Info zum Projekt: andrea.heiden@horizont3000.at
Der Einsatz von Nikola Fahrbach wird im Rahmen des Personalprogramms von HORIZONT3000 mit 70% der Gesamtkosten von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit OEZA gefördert.
TRIALOG

Neue TRIALOG Studien erhältlich
Zwei neue Länderstudien von TRIALOG beleuchten die Situation der Zivilgesellschaft in Bosnien-Herzegowina und in Montenegro. Es werden nicht nur eine Reihe von NGOs und deren Haupttätigkeitsbereiche vorgestellt, sondern auch die Rahmenbedingungen beschrieben, unter denen die Organisationen arbeiten und kooperieren. Beide Studien wurden von Praktikantinnen im Brüsseler TRIALOG Büro erstellt: Maša Lekić für Montenegro und Dijana Kadić für Bosnien-Herzegowina.
Nunmehr ist auch die Auswertung aller Daten des diesjährigen TRIALOG Central Trainings, das die finanzielle Stabilität von Plattformen in neuen EU Mitgliedsstaaten zum Thema hatte, erhältlich. Die Ergebnisse sind im Abschlussbericht „The financial sustainability of national platforms in New Member States. Analysis & future perspectives”, verfasst von Petra Kreinecker and Christine Bedoya, zusammengefasst. Ebenso lesenswert ist der TRIALOG Bericht “Changes to ODA due to global financial downturn“, in dem Rebecca Steel die Auswirkungen der Finanzkrise auf die EZA der neuen Mitgliedsstaaten beschreibt.
Alle Dokumente sind auf der TRIALOG Website online abrufbar: http://www.trialog.or.at/publications
Termine, Tipps...

Kasumama Afrika Festival
Vom 8.-12. Juli 2009 findet das 9. Kasumama Afrika Festival in Moorbad Harbach im Waldviertel statt: www.kasumama.at Für Begeisterung und Tanzstimmung werden dieses Jahr drei international herausragende MusikerInnen - Mbira-Künstlerin Chiwoniso (Zimbabwe), Sängerin Maria de Barros (Kap Verde) und Singer/Songwriter Stewart Sukuma (Mozambique) - sowie drei großartige heimische afrikanische Bands, Vusa Mkhaya (Zimbabwe), Rebel Muffin (Nigeria) und Afro Mandeng traditional (Westafrika) sorgen.
HORIZONT3000 verlost 2x2 Festivalpässe. Emailen Sie uns bis 15. Juni die Antwort auf folgende Frage an office@horizont3000.at: Wie heißt die neueste CD (2008) der Künstlerin Chiwoniso, die sich unermüdlich für die Rechte der Frauen und Kinder in Simbabwe engagiert?

Film: Feuerherz - Die Reise der jungen Awet
HORIZONT3000 verlost 3x2 Karten für den Film "Feuerherz: Die Reise der jungen Awet"! Emailen Sie uns bis 2. Juni an office@horizont3000.at und gewinnen Sie 2 Karten für eines der folgenden Kinos: Village Cinemas, Wien, Geidorf Kunstkino, Graz, City-Kino, Linz. Webseite zum Film: www.feuerherz-derfilm.at
...Menschen im Einsatz
Seinen Einsatz begonnen hat
Richard Schwebs, EU, Tischlermeister, Projekt: AEE/NVI – Capacity Building in Unternehmensführung, Uganda, 2009-04-01

...geheiratet haben
Markus Pscheidt, der derzeit in Mosambik an der Universität (UCM) in Beira tätig ist. Wir gratulieren ihm und seíner frisch angetrauten Ehefrau - Nadalina Bento Sitoe - sehr herzlich!
verstorben ist
Mag. Gerhard Miksits im Alter von 55 Lebensjahren. Gerhard Miksits war von 1992 bis 1995 Leiter des Regionalbüros des ÖED in Uganda. Wir sprechen seiner Familie das allerherzlichste Beileid aus.
News

Ausgeschriebene Stellen
Papua-Neuguinea, TischlerIn/ZimmererIn für St. Josephs College Mabiri
Konzert & Jam Session am 17.9.

Anlässlich des UN-Review Summit zu den Millenniumsentwicklungszielen und im Rahmen der weltweiten „Standup“ Kampagne der Vereinten Nationen (17.9.-19.9.) lädt der Dachverband Globale Verantwortung zu
Konzert & Jam Session mit Sambattac und Oficina Art Vienna
Freitag, 17. September 2010, um 17 Uhr beim Platz vor dem MQ (Ecke Mariahilferstraße).
Die Veranstaltung findet nur bei trockener Witterung statt.
African Press Day 2010
23. - 24.9.2010
Radio Afrika TV nimmt die Fußball WM zum Anlass, die österreichische Medienpolitik Afrika bzw. AfrikanerInnen betreffend zu analysieren. Ziel ist es, dass sich besonders die Medienentscheidungsträger sowie die öffentliche Meinung in Österreich, mit Ereignissen und Entwicklungen in Afrika sowie mit der Lage der AfrikanerInnen in ihrer Heimat oder in Gastländern, und auch mit der medialen Berichterstattung darüber, auseinandersetzen.
Teilnahmegebühr: 100 Euro (StudentInnen ermäßigt)
Anmeldung unter: office@radioafrika.net
Anmeldeschluss: 05.09.2010
Details und Anmeldung unter: http://www.radioafrika.net/2010/08/10/african-press-day-afrikas-dimension-in-der-westlichen-medienlandschaft/
Oikocredit MultiplikatorInnen-Workshops
3.9.2010 in Wien und 24.9.2010 in Graz
Oikocredit bietet in Österreich eine Möglichkeit, Geld sozial nachhaltig zu veranlagen und Mikrokredit-Projekte in 70 Ländern weltweit zu fördern. Bei den MultiplikatorInnen-Workshops erhalten Sie detaillierte Informationen über Oikocredit, können einzelne Fragen diskutieren und es wird gemeinsam überlegt, wie wir den Bekanntheitsgrad dieser Initiative in Österreich steigern können.
Nähere Informationen und Anmeldung unter http://www.oikocredit.org/site/at/
Menschen im Einsatz
Michaela Faulhammer
Das Team von NGO PRO unterstützt NGOs und CBOs aus dem Feld der Enwicklung von Zivilgesellschaft in Papua Neuguinea bei deren Maßnahmen zu den Themen Capacity ...
Michaela Faulhammer studierte Soziologie und Public Relations an der Uni Wien. Danach war sie einige Jahre lang als Managementberaterin, Coach und Mediatorin ... mehr
Einsatzland: Papua-Neuguinea
Projekt: Beraterin NGO Promotion, Madang
In Papua Neuguinea ist die Leistung des öffentlichen Sektors gering und erreicht außerdem die ländliche Bevölkerung schwer. Zivilgesellschaftliche ...
