HORIZONT3000 Newsletter Juli 2009
Claudia Digruber arbeitet seit eineinhalb Jahren für Horizont3000 in Tansania, sie berichtet über ihr Leben zwischen der Millionenstadt Dar es Salaam und den entlegenen Dörfern im Landesinneren.
Birgit Klausser - derzeit in Uganda im Einsatz - besuchte das Gesundheits- und Bildungszentrum Entasekera in Kenia und schreibt über die Arbeit der Tiroler Ärztin Maria Schiestl.
Viel Spaß beim Lesen, wir freuen uns über Anregungen, Rückmeldungen, Tipps und Hinweise,
das Redaktionsteam von HORIZONT3000
Weitere Informationen zu Projekten und MitarbeiterInnen auf www.horizont3000.at.
Inhalt:
Projekt: Karibu Tanzania!
Projekt: Ein Schlüssel zum eigenen Schicksal - Kenia
Newsflash: TRIALOG
Aktuelles: Spendenabsetzbarkeit
Haus & Hof: Menschen im Einsatz
Karibu Tanzania!

Harald Grabher und Claudia Digruber
Ein herzliches 'Karibu Tanzania!' - Willkommen in Tansania - tönt einem an allen Ecken dieses ostafrikanischen Landes entgegen, vor allem, wenn man als Weiße - also als 'Mzungu' - hierher reist. Die freundliche und offene Art der tansanischen Bevölkerung erleichterte meinem Partner Harald und mir die Eingewöhnung sehr - als wir vor etwa eineinhalb Jahren für unseren Einsatz für HORIZONT3000 nach Dar es Salaam kamen.

Suaheli
Suaheli für Anfänger - Eselsbrücken gefragt!
Nicht ganz so simpel gestaltete sich allerdings das anschließende Sprachtraining. Die hiesige Landessprache Suaheli, die die mehr als 120 verschiedenen Volksgruppen seit der Unabhängigkeit Tansanias im Jahr 1961 miteinander vereint, erinnerte uns leider an keine andere Sprache, die wir in unserer bisherigen Laufbahn erlernt hatten. Und so war wir in unserem Fantasiereichtum zur Erfindung von Eselsbrücken beim Vokabellernen ziemlich gefordert. Dass sich die Mühe letztendlich gelohnt hat, zeigen uns die anerkennenden Gesten und erstaunten Blicke der Menschen, wenn wir uns mit ihnen in ihrer Landessprache – wenn auch ein wenig stolpernd - unterhalten.

Näherin
Kleine Kredite - große Wirkung
Suaheli ist auch jene Sprache, die ich in meinem Arbeitsalltag als Beraterin in den nichtstaatlichen Organisationen AFREDA -Action for Relief and Development Assistance - und ICD -Information Centre on Disability - benötige. AFREDA setzt sich in verschiedenen Projekten für die Armut leidende Bevölkerung in ländlichen Gebieten ein - dazu zählen vor allem Frauen, Waisenkinder und von HIV/AIDS Betroffene. Durch gezielte Schulungen und Trainings, aber durch die Vergabe von Mikrokrediten werden die Menschen bei der Schaffung neuer Einkommensquellen unterstützt. Und die Erfolge sind durchaus beeindruckend: So liegen die Rückzahlungsraten bei Mikrokrediten - vor allem bei Frauen - bei über 90%, viele konnten sich so ein regelmäßiges und auch nachhaltiges Einkommen als HändlerIn oder HandwerkerIn schaffen.

Arbeit in Werkstätte
Integration von Menschen mit Behinderung
Neben meiner Beratungstätigkeit bei AFREDA unterstütze ich seit Anfang dieses Jahres auch das Information Centre on Disability (ICD) - eine Partnerorganisation von AFREDA - in den Bereichen Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Organisationsentwicklung. ICD setzt sich seit mehr als zehn Jahren für die Rechte und die Integration von behinderten Menschen in Tansania ein und konnte durch zahlreiche Aufklärungskampagnen, Informationsinitiativen und Trainings in Gemeinden, Schulen und auch in politischen Riegen bereits einiges bewegen. Noch immer werden behinderte Menschen in Tansania vom alltäglichen Leben ausgeschlossen oder versteckt gehalten, und nicht selten stecken hinter solchen Praktiken traditionelle Überzeugungen, die seit Jahrhunderten fest in den Köpfen der Menschen verankert sind.

Verkauf am Markt
Behindertenwerkstätten präsentieren ihre Werke
Und mittlerweile kann das ICD einige erfreuliche Erfolge verzeichnen: So gibt es etwa in Dar es Salaam zahlreiche handwerkliche Unternehmen, die von Behindertengruppen betrieben werden. Die notwendigen Qualifikationen eigneten sich die Menschen in entsprechenden Kursen an, ein Kleinkredit ermöglichte den Start ins Wirtschaftsleben. ‚Victoria Disabled Scout’ nennt sich eine Gruppe körperbehinderter Menschen, die in ihrer eigener kleinen Werkstatt Kleidung, Tischdecken und Polsterbezügen aus Batik herstellen und diese Produkte erfolgreich am Markt und in verschiedenen Geschäften verkaufen. Für November des Jahres plant das ICD eine große Messe – präsentiert werden die Erzeugnisse der verschiedenen Handwerksgruppen – ideale Geschenke für Weihnachten also und eine weitere Einkommensquelle für die behinderten HandwerkerInnen!

In den Dörfern
Über Stock und Stein in die Projektgebiete
Meine Arbeit führt mich auch immer wieder in die entlegeneren ländlichen Gebiete, diese Projektreisen geben mir die Gelegenheit, Tansania abseits der Touristenpfade kennenzulernen. Ein Leben, das sich doch sehr von dem in der boomenden Vier-Millionen-Metropole Dar es Salaam unterscheidet. Die Anfahrten in diese Gebiete sind holprig und anstrengend, die Straßen in die Dörfer sogar für Allradfahrzeuge schwer zu bewältigen - die Gespräche mit der Bevölkerung vor Ort dann umso lohnender und bereichernder. Es kommen nicht oft Mzungus in die Dörfer, man wird von allen Seiten betrachtet und ausgiebig bestaunt. Insbesondere für Kinder stellen meine Haare und meine Haut immer wieder eine Quelle der Erheiterung dar. An den obligaten Fototermin mit den Dorfältesten werde ich mich allerdings wohl nie ganz gewöhnen.

Claudia und Team
Im Team voneinander lernen
Die Arbeit macht mir großen Spaß, nicht zuletzt deshalb, weil mir meine KollegInnen täglich vermitteln, dass ich ein integriertes Mitglied ihrer Organisation bin. Wir planen und organisieren gemeinsam Projekte und Vorgehensweisen und lernen voneinander – nicht zuletzt aufgrund der kulturell unterschiedlichen Zugängen, mit denen wir die täglichen Herausforderungen angehen. Ich bin immer wieder beeindruckt, wenn ich erlebe, mit welch hohem Grad an Offenheit und Respekt sich die Menschen verschiedener Stämme und Religionen auch am Arbeitsplatz begegnen. Persönlichen Anliegen der MitarbeiterInnen wird viel Zeit und Raum gewidmet und Solidarität ganz selbstverständlich gelebt - so sammelt die Belegschaft etwa Geld, wenn es in einer Familie einen Todesfall gegeben hat.
Fingerfood-Technik: wie esse ich Bohnen mit Sauce?
Ich muss auch über mich selbst lachen, wenn die Menschen nach Feierabend in der Regenzeit völlig durchnässt aber mit einem Grinsen im Gesicht durch hüfthohes Wasser nachhause waten, während ich mich über einige Schlammspritzer auf meiner Hose ärgere. Andererseits haben sich meine KollegInnen mittlerweile an meinen hitzebedingten wöchentlichen Trinkwasserkonsum von mindestens zwölf Litern gewöhnt – und lächeln milde über meine missglückten Versuche, die traditionellen Bohnen in Sauce mit den Fingern zu essen.

Blick in die Usambaras
In diesem Sinn hoffe ich, dass ich hier in Tansania während meines Einsatzes einige Dinge bewegen und Fußabdrücke hinterlassen kann. Vielmehr aber glaube ich aus heutiger Sicht, dass mich die Erfahrungen, die ich in der Zusammenarbeit und im Zusammenleben mit den Menschen hier vor Ort machen darf, prägen werden und dass ich mit vielen wertvollen Erkenntnissen und neuen Perspektiven nach Österreich zurückkehren werde.
Claudia Digruber
Info zum Projekt: gabriela.grosinger@horizont3000.at
Ein Schlüssel zum eigenen Schicksal - Kenia

Rinderherde in den Loita-Hills
Weitab von der nächsten Stadt, dünn besiedelt mit schlechten Strassen und ohne Mobiltelefonnetz, rotgetupft und voller Kühe ist sie - die Gegend der grünen Hügel und der Buschsavanne rund um die Loita-Hills in Südwestkenia. Nur manchmal, wenn der Regen ausbleibt und die Männer mit den Rinderherden über die Grenze rüber ins regenreichere Tansania ziehen, dann prägen die Kinder und die von ihnen beaufsichtigten Schaf- und Ziegenherden das Bild.

Massai
Tierblut für die Männer
Rotgetupft bleibt es trotzdem, denn dies ist die Farbe der Kleidung der Loita-Massai. Sie stellen 99,5% der etwa 25.000 EinwohnerInnen und leben noch in einer sehr geschlossenen Kulturtradition. Die Versorgung der Tiere, Rituale und Zeremonien prägen den Jahreskreislauf, in dem eine nach Altersgruppen strukturierte Gesellschaft das Leben in der kargen Region meistert. Das Rot der Kleidung symbolisiert den Stolz der Krieger ebenso wie die Wichtigkeit des Blutes, sagen die Geschichtenerzähler, die so wie die meisten anderen Entscheidungsträger Männer sind. Und es sind auch die Männer, denen das Trinken des Tierblutes vorbehalten bleibt, gemischt mit Milch bildet es einen wesentlichen Teil der Ernährung und gibt Kraft und Mut.

Frauen Zeremoniegruppe
Beschneidung für die Frauen
Für Frauen gibt es eine Reihe anderer Zeremonien, in denen Blut eine Rolle spielt – die problematischte davon ist wohl die Beschneidung der Mädchen. Ein kulturelles Muss, sagt die Tradition, steigt doch durch das Beschneidungsfest das Mädchen in den Kreis der heirats- und gebährfähigen jungen Frauen auf. Ehrenhaft, falls sie nicht schreit, wenn die Rasierklinge Klitoris und große wie kleine Schamlippen abtrennt – sollte sie weinen, sagt man ihr voraus, dass ihr erstes Kind bei der Geburt sterben werde.

Mutter mit Tochter
Komplikationen schwerster Art
Dr. Maria Schiestl, die für HORIZONT3000 seit Jahren in Entasekera, dem einzigen Gesundheitszentrum der Gegend tätig ist, hätte dazu auch eine Menge zu sagen, sieht sie sich doch tagtäglich mit den negativen gesundheitlichen Folgen des Einschnitts konfrontiert: verblutende Mädchen, Entzündungen, Harnröhrenverletzungen oder gar HIV-Infektionen durch die unsauberen Schnitte und das Entstehen von verhärteten Narben, die gebärenden Frauen und ihren Babies zusätzliche Risken bescheren.

Education Centre
Workshops im Education Centre
Doch 'Daktari Maria', wie sie von den Menschen genannt wird, ist nicht nur die einzige Ärztin hier im Spital der Loita-Massai-Community. Sie ist auch eine gute Netzwerkerin und Capacity-Building-Fachfrau. "Offen kann man nicht gegen tiefverwurzelte Kulturelemente auftreten", erzählt sie – aber andererseits, "das einheimische Board of Governors, das das Spital aufgebaut hat, wollte ja auch nicht nur ein Spital, es hat auch für ein Education Centre am selben Gelände gesorgt." Hier finden Workshops statt, mittels derer neue Themen in den sonst so geschlossenen Kulturkreis eingespeist werden – wenn man es richtig macht.

Maria Schiestl
Austausch von Geschichten
"Das ist fast wie bei einer Zeremonie oder einem Markttag", schildert Maria Schiestl. "Menschen aus weiter entfernten Gegenden haben einen Grund, sich zu treffen, Geschichten auszutauschen – und wir sorgen natürlich dafür, es es neue Geschichten gibt, die sie mit heim nehmen können. Etwa, dass man mit einem Liter Wasser rund dreissig Gesichter waschen und damit der von den Fliegen übertragenen Augenerkrankung Trachoma vorbeugen kann, die sonst zu Schmerzen und Erblindung führt."

Trainerinnen von ACA
Women Empowerment Workshops
Weiters stehen Seminare für Geburtshelferinnen, Hygienekurse für traditionelle HeilerInnen, Planungsseminare zur zukünftigen Entwicklung der Krankenstation auf dem Programm – und nun, seit neuestem, auch Women Empowerment Workshops. Unterstützung dafür kommt von der kenianischen ACA und ihrem 'Women Peace and Human Rights Program', bei dem HORIZONT3000-Kollegin Verena Waldhart tätig ist. Die beiden, von ACA vermittelten Trainerinnen sind ebenfalls Massai und beschnitten. In einem Mix aus perfekter Methodik und der lokalen Sprache Kimassai bringen sie Begeisterung in die Gruppe.

Seminarteilnehmerinnen
You have your rights too
Schon zum ersten Thema - häusliche Gewalt - fiel den Frauen einiges ein: "Mein Mann sperrt alle seine Sachen in eine Kiste, nur er selber hat den Schlüssel dazu. Wenn er hungrig ist, gibt er mir Mehl aus der Kiste - ich soll dann nur für ihn Chapatis machen - den Rest sperrt er wieder weg und die Kinder und ich bleiben hungrig", erzählt eine Teilnehmerin. Die beiden Trainerinnen ermutigen, für die eigenen Rechte einzutreten und zu verhandeln. "You have your rights too, you have to be cunning and wise", ermuntern sie die Teilnehmerinnen – so dass es beim Thema “Mädchenbeschneidung” am nächsten Tag dann schon sehr untraditionell zugeht.

Massai-Frau
Der Schlüssel zum eigenen Schicksal
"An den Schmerz erinnert man sich ein Leben lang", erzählen die beiden offen - und sprechen aus, was sich wohl viele Frauen denken - dass man den eigenen Töchtern diesen Einschnitt gern ersparen würde. Aber zu den ersten zu gehören, die nicht mehr mitmachen, die sich der Tradition widersetzen - das ist nur schwer vorstellbar. "Wo es nicht sofort eine Lösung gibt, muss man eben weiter gemeinsam nachdenken", regen die Trainerinnen an. Und eine der Teilnehmerinnen raisoniert, "Ich denke oft, ich sitze auch eingesperrt in so einer Kiste. Ich will den Schlüssel dazu finden, der soll dann um meinen eigenen Hals hängen. Ja, so ein Schlüssel zum eigenen Schicksal, das wär was, eigentlich der schönste Schmuck!"

Und so gründen die TeilnehmerInnen dieses allerersten Workshops am letzten Trainingstag ihre eigene Frauenorganisation, die 'Loita Women Empowerment Organisation'. Maria Schiestl und ihre Politik der kleinen Schritte finden schon einen Weg – einen Weg zu besserer Gesundheitsversorgung, zu adäquater Ausbildung für das einheimische Spitalspersonal und vielleicht sogar einen Weg zum 'Schlüssel um den eigenen Hals'.
Birgit Klausser
Info zum Projekt: elisabeth.schreiber@horizont3000.at
TRIALOG

AidWatch Report 2009: Neue EU Mitgliedsländer unter Schlusslichtern
Mitte Mai präsentierte der europäische Dachverband entwicklungspolitischer NGOs - CONCORD in Brüssel - den neuesten AidWatch Report 2009. Auf 50 Seiten und unter dem Motto 'Lighten the load. In a time of crisis, European aid has never been more important' wird die Entwicklungszusammenarbeit aller 27 EU Länder genau unter die Lupe genommen. TRIALOG unterstützte die neuen Mitgliedsländer bei der Mitarbeit an diesem Report und ermöglichte ein regionales Vorbereitungsseminar in Wien.
Das Ergebnis ist alarmierend
Trotz einer Steigerung um vier Milliarden Euro gegenüber dem Jahr zuvor, lag Europas EZA Leistung 2008 lediglich bei 0,40% des BNE. Zieht man die so genannte ‚aufgeblähte Hilfe’, nämlich Entschuldungen, Ausgaben für Studierende und Flüchtlingsbetreuung ab, ergeben sich gar nur noch 0,34%. Die EU Länder sind weit davon entfernt, die gemeinsame Zielvorgabe von 0,56% des BNE bis 2010 zu erreichen. Bei anhaltendem Trend werden bestenfalls zehn Mitgliedsstaaten ihre getroffenen Zusagen auch einhalten.
Schlusslichter
Von den zwölf neuen EU Länder sind derzeit nur Zypern, Slowenien und Litauen auf gutem Weg, ihr Ziel von 0,17% des BNE, das für neue Mitgliedsländer gilt, bis 2010 auch umzusetzen. Die Hälfte hat ihre Mittel gekürzt. Malta und Bulgarien verzeichneten 2008 gar einen Einbruch der EZA Leistung um 27%, gefolgt von Estland mit einem Minus von 19%, Polen minus 10%, Ungarn minus 9% und Tschechien minus 1%. Rumänien und Lettland blieben unverändert auf sehr niedrigem Niveau.
Sprunghafte Veränderungen
„Die Situation in neuen EU Ländern ist viel schwerer vorhersehbar als in den alten Mitgliedsstaaten“, erläutert Javier Pereira, Autor des heurigen AidWatch Reports im TRIALOG Interview und ergänzt: „Die Zahlungen schwanken von Jahr zu Jahr enorm, das erschwert die Prognose.“ Erfreulich sei hingegen eine deutliche Verbesserung der Datenerfassung, wobei für neue Mitgliedsländer immer noch sehr häufig genauere Daten fehlten, die eine bessere Analyse der echten im Vergleich zur ‚aufgeblähten’ Hilfe zulassen würden.
Ausblick
Besorgniserregend sind schon jetzt die Prognosen für 2009: Italien, Irland und Estland kündigten bereits eine Reduktion ihrer EZA Leistungen an, Lettland hat seine Beiträge derzeit zu 100% ausgesetzt.
Info: www.concordeurope.org
Für Österreich: www.globaleverantwortung.at
TRIALOG Interview mit Javier Pereira: www.trialog.or.at
Spendenabsetzbarkeit
Nachdem wir diesbezüglich bereits Anfragen erhalten haben, geben wir gerne bekannt, dass mittlerweile auch Spenden an HORIZONT3000 steuerlich absetzbar sind. Dies betrifft rückwirkend auch alle Spenden, die ab 1. Jänner 2009 getätigt wurden. Der Beleg - bei Überweisungen oder Bareinzahlungen der Einzahlungsbeleg, bei Daueraufträgen/Kreditkartenabbuchungen der betreffende Kontoauszug. - dienst dabei als Nachweis. Nur diejenige Person kann den Betrag steuerlich geltend machen, die im Beleg namentlich als SpenderIn erwähnt ist.
Jeder Betrag der Spende ist abzugsberechtigt. Die absetzbare Spendenhöhe beträgt maximal 10 % des jeweiligen Jahreseinkommens, bei Unternehmen sind es 10 % des Vorjahresgewinns.
Die Summe aller getätigten Spenden lässt sich somit am Jahresende beim Jahresausgleich (ArbeitnehmerInnenveranlagung) geltend machen.
Menschen im Einsatz
Ihren Einsatz begonnen haben...
DI Lilo Massing, EU, Diplom Agraringenieurin, Projekt: Landwirtschaftliche Unternehmens- und Organisationsberatung für YARD, Uganda, 2009-06-01
Johanna Matthes, EU, Sonderpädagogin, Projekt: Organisationsentwicklung bei Callan Services Bougainville, Papua-Neuguinea, 2009-06-15
Ing. Wolfgang Peuerböck, St, Maschinenbauer, Lehrer, Berater, Projekt: Berater für zivilgesellschaftliche Initiativen, Mosambik, 2009-06-01
DI Kurt Theobald, EU, Architekt, Projekt: TVET / Capacity Building Distrikt Berater Finschhafen (Morobe), Papua-Neuguinea, 2009-06-15
Beendet haben ihren Einsatz
Ing. Johann Atzinger, T, Tischler, Einrichtungsplaner, Projekt: HORIZONT3000-Regionalbüro Südliches Afrika, Simbabwe, 2009-06-30
Maga. Birgit Klausser, N, Politologin, Projekt: Unterstützung bei der Reform des Jugendstrafrechtsvollzugs, Uganda, 2009-06-30
Geboren wurden
Am 10. Juni 2009 kam Flora, die Tochter von Angelika Franz und Meinhard Knittel zur Welt. Angelika und Meinhard sind letztes Jahr von ihrem Einsatz in Mangunde in Mosambik zurückgekehrt. Wir gratulieren den beiden sehr, sehr herzlich!
News

Ausgeschriebene Stellen
Papua-Neuguinea, TischlerIn/ZimmererIn für St. Josephs College Mabiri
Konzert & Jam Session am 17.9.

Anlässlich des UN-Review Summit zu den Millenniumsentwicklungszielen und im Rahmen der weltweiten „Standup“ Kampagne der Vereinten Nationen (17.9.-19.9.) lädt der Dachverband Globale Verantwortung zu
Konzert & Jam Session mit Sambattac und Oficina Art Vienna
Freitag, 17. September 2010, um 17 Uhr beim Platz vor dem MQ (Ecke Mariahilferstraße).
Die Veranstaltung findet nur bei trockener Witterung statt.
African Press Day 23.-24.9.2010
Radio Afrika TV nimmt die Fußball WM zum Anlass, die österreichische Medienpolitik Afrika bzw. AfrikanerInnen betreffend zu analysieren. Ziel ist es, dass sich besonders die Medienentscheidungsträger sowie die öffentliche Meinung in Österreich, mit Ereignissen und Entwicklungen in Afrika sowie mit der Lage der AfrikanerInnen in ihrer Heimat oder in Gastländern, und auch mit der medialen Berichterstattung darüber, auseinandersetzen.
Teilnahmegebühr: 25 Euro (StudentInnen ermäßigt)
Anmeldung unter: office@radioafrika.net
Anmeldeschluss: 14.09.2010
Details und Anmeldung unter: http://www.radioafrika.net/2010/08/10/african-press-day-afrikas-dimension-in-der-westlichen-medienlandschaft/
Oikocredit MultiplikatorInnen-Workshops
3.9.2010 in Wien und 24.9.2010 in Graz
Oikocredit bietet in Österreich eine Möglichkeit, Geld sozial nachhaltig zu veranlagen und Mikrokredit-Projekte in 70 Ländern weltweit zu fördern. Bei den MultiplikatorInnen-Workshops erhalten Sie detaillierte Informationen über Oikocredit, können einzelne Fragen diskutieren und es wird gemeinsam überlegt, wie wir den Bekanntheitsgrad dieser Initiative in Österreich steigern können.
Nähere Informationen und Anmeldung unter http://www.oikocredit.org/site/at/
Menschen im Einsatz
Michaela Faulhammer
Das Team von NGO PRO unterstützt NGOs und CBOs aus dem Feld der Enwicklung von Zivilgesellschaft in Papua Neuguinea bei deren Maßnahmen zu den Themen Capacity ...
Michaela Faulhammer studierte Soziologie und Public Relations an der Uni Wien. Danach war sie einige Jahre lang als Managementberaterin, Coach und Mediatorin ... mehr
Einsatzland: Papua-Neuguinea
Projekt: Beraterin NGO Promotion, Madang
In Papua Neuguinea ist die Leistung des öffentlichen Sektors gering und erreicht außerdem die ländliche Bevölkerung schwer. Zivilgesellschaftliche ...

