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Publikation: Kollege Roman Gnägi an Global Health Watch Bericht beteiligt


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Unser Kollege Roman Gnägi berät in Uganda nicht nur die Organisation Palm Corps. Er hat als Teil der Forschungsgruppe von Medact (https://www.medact.org/) am Global Health Watch 6 Bericht mitgewirkt. Roman hat uns in einem ganz kurzen Gespräch Einblick in diese Materie gegeben.

Gratulation zur Publikation!

Roman Gnägi im Gespräch mit Dr. Catia C. Confortini und Dr. Michael Orgel, beide Mitglieder des Medact Research Networks

Was ist Global Health Watch?

Global Health Watch ist seit 2006 ein alternativer Bericht zur internationalen, oder globalen, Gesundheitslage. Getragen wird er von verschiedenen Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die das Thema Gesundheit kritisch beleuchten wollen. Speziell an dem Bericht ist, dass er von Forschungsteams innerhalb dieser Organisationen gemeinsam erarbeitet wird und deren Kernthemen reflektiert. 

Worum gehts in den Buch und dem Kapitel?

Global Health Watch 6 ist jetzt eben die sechste Ausgabe und beschreibt die globale Gesundheitssituation heute. Natürlich heisst das auch, dass die vielseitigen Effekte des Coronavirus im Vordergrund der Analyse stehen – der Untertitel dieses Bandes ist „Im Schatten der Pandemie“. Im Buch beschreiben die verschiedenen Kapitel Themen, die besonders wichtig erscheinen, um ein gerechtes globales Gesundheitssystem aufzubauen. Zum Beispiel gibt es ein Kapitel über Ungleichheiten im Zugang zu medizinischer Versorgung zwischen den Geschlechtern, oder über die grossen Defizite die es im Bereich der Psychiatrie und mentalen Gesundheit noch gibt.

„Unser“ Kapitel beschäftigt sich mit dem Thema „Konflikt und Gesundheit in der Era des Coronavirus“. Das heisst wir beschreiben darin wie etwa die Gesundheitsversorgung heute in verschiedenen Regionen von Konflikten bedroht wird, aber auch wie Angestellte im Gesundheitssektor zur Lösung von Konflikten beitragen und somit einen wichtigen Beitrag zur Friedensförderung leisten. Ein wichtiges Thema ist auch, dass das Coronavirus zum Teil von Regierungen als Vorwand genutzt wurde, um undemokratische Programme und Repression voranzutreiben. Solche Vorgänge muss man kritisch verfolgen. 

Warum konntest du da mitmachen?

Ich bin Teil der Forschungsgruppe von Medact (https://www.medact.org/), einer Organisation aus Grossbritanien. Das Ziel von Medact ist es, die Stimme von Gesundheitsarbeitern in gesellschaftliche Debatten einzubringen und dadurch zu einem gerechteren Gesundheitssystem beizutragen. Ich bin dabei, weil ich an der Universitaet Manchester Global Health studiert habe und jetzt an einer Doktoratsforschung zu einem verwandten Thema an der Universität Leicester arbeite. Wir hatten ein ganz tolles, sympathisches Team für diese Arbeit und ich freue mich, dass unser Kapitel und das Buch jetzt gelesen werden können.

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