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Ugandas Frauen


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Wie in den meisten Ländern auf der Erde wird in Uganda die traditionelle Geschlechterrolle von Frauen oft denen der Männer untergeordnet. Die heutige Geschlechterrolle in Uganda wird von Traditionen sowie immerfort wechselnden sozialen Dynamiken beeinflusst. Frauen kümmern sich weitgehends um häusliche Arbeiten, einschließlich Kindererziehung, Wasser holen, kochen und sich um die Gemeindebedürfnisse kümmern. Obwohl es traditionell den Männer unterliegt die finanziellen Angelegenheiten zu steuern, wollen immer mehr Frauen zum Familieneinkommen aktiv beitragen und schließen sich – da Angestelltenverhältnisse vor allem in ländlichen Regionen extrem rar sind – zu Gruppen zusammen; nach dem Motto des Dalai Lama „mit anderen Menschen zusammen erreichen wir mehr als allein“.

Mit etwas finanzieller und organisatorischer Unterstützung meines Kollegen John Robert Ekapu von HURINET-U, bei der ich beratend tätig bin, fanden sich 2009 ca. 15 Frauen in seinem Heimatdorf Amorikot (Soroti District, Katine Sub-County) zusammen. Die Frauengruppe – mit dem Namen Echatutu (Teso: sonnige Zukunft)  – produziert Körbe aus Papyrus in unzähligen Formen und Farben sowie praktische Seile aus recycelten Kartoffelsäcken, welche auf den  lokalen Märkten verkauft werden und ein paar Schillinge in die Haushaltkassen der Frauen erwirtschaftet.

Dank meines Kollegen, hatte ich die Ehre diese hart arbeitenden und gastfreundlichen Frauen vor kurzem für ein Tag kennenzulernen und dabei einen sehr authentischen Einblick in ihren Alltag zu erhalten. Ich kann nur sagen, dass ich diesen Frauen – repräsentativ für die Mehrheit der Frauen in ländlichen Gebieten in Uganda – allerhöchsten Respekt zolle.

Mein Kollege J.R. Ekapu von HURINET-U mit der Frauengruppe in seinem Heimatdorf

Frauen bei der Verarbeitung von recycelten Säcken

Produktion von Seilen aus den Fasern der Säcke

Frauen bei der Arbeit

Körbe flechten aus Papyrus

Papyruskörbe

Ich mit den Frauen (und ihren Kinder)

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