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Zurück vom Einsatz: Clemens Griesauer


Clemens Griesauer hat in Wien und Cranfield (UK) Wasserwirtschaft studiert und seinen Schwerpunkt auf Siedlungswasserwirtschaft, insbesondere im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit gelegt. Vor seinem Einsatz bei HORIZONT3000 sammelte er Erfahrung bei der Durchführung eines Trinkwasserprojektes in Äthiopien. Clemens ist in Wien in zivilgesellschaftlichen Organisationen zum Thema soziale Gerechtigkeit und Solidarische Ökonomie engagiert und hat zuletzt im Sozialbereich gearbeitet.

Clemens war in Gulu, im Norden Ugandas, bei unserer Partnerorganisation PACHEDO auf Einsatz. PACHEDO – Partners for Community Health and Development Organisation ist eine Nichtregierungsorganisation, die in den Distrikten Gulu, Kitgum, Pader, Nwoya, Amuru, Lango und Teso im Bereich Community Health tätig ist. Die Projekte, die PACHEDO umsetzt, legen den Schwerpunkt auf Wasser- und Umwelthygiene sowie Umwelt- und Ressourcenschutz.

Du warst 2 Jahre im Einsatz. War es so, wie du dir die Sache davor vorgestellt hast?

Ich war sehr positiv überrascht, dass in Uganda mittlerweile fast jeder ein Smartphone hat, was die Arbeit ungemein erleichtert. 5 Jahre davor war ich in Ghana, da sind wir noch mit GPS-Geräten herumgelaufen um Geodaten zu erfassen, heute geht das und vieles andere mit dem Smartphone. Man kann grundsätzlich viel leichter kommunizieren. Einen Gap gibt es trotzdem noch, es gab in meiner Organisation nur wenige Computer oder Laptops, die nicht allen zur Verfügung standen, was teilweise zu kuriosen Arbeitsabläufen führte, so mancher Bericht wurde am Smartphone verfasst.

Deine größte Herausforderungen, Hindernisse, Probleme?

Die Planung war generell sehr schwierig. Das Thema Zeitmanagement war immer wieder ein Thema in unterschiedlichsten Settings innerhalb der Organisation als auch außerhalb. Ein Koordinationstreffen, das an sich für 2 Stunden angesetzt ist, kann so einen ganzen Tag in Anspruch nehmen, weil viele zu spät kommen. Auch die starken Hierarchien erschweren oft Arbeitsabläufe.

Was bleibt von deiner Arbeit vor Ort übrig? Persönliches Resumee?

Die Arbeit mit Boniface, meinem Counterpart bei PACHEDO, hat sich weit über den technischen Bereich hinaus erstreckt. Im WASH-Bereich haben wir vor allem neue Methoden der Wissensvermittlung und Ansätze für Workshops erprobt und eingeführt. Boniface wurde mit der internationalen online WASH-ExpertInnen-Community vertraut gemacht um selbst am aktuellen Stand der Technik bleiben zu können. Darüber hinaus haben wir gemeinsam versucht Planungstools für die Organisation zu entwickeln und in der Organisationskultur zu verankern. Davon hat speziell mein Counterpart und auch die Organisation stark profitiert.

Was machst du als nächstes?

Ich möchte gern weiter im internationalen Umfeld im WASH-Bereich tätig sein.

Was gibst du neuen Ausreisenden als Ratschlag mit auf den Weg?

Würde ich jetzt nochmal ausreisen, würde ich meinen Logframe genauer strukturieren und mit konkreteren kleineren Workpackages und Milestones versehen um gemeinsam den Fortschritt im Auge zu behalten.

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