von

Neu im Einsatz: Sabine Ebner (UGA)


Kategorien Allgemein, personalia

Wie bist du auf HORIZONT3000 gestoßen?

Sabine: Bereits im Rahmen meines Studiums der Internationalen Entwicklung wurde ich auf H3 aufmerksam und habe seitdem Entwicklungen von Projekten und Ausschreibungen von Personalentsendungen verfolgt.  

Warum hast du dich zu einem Personaleinsatz entschlossen?

Sabine: Mir ist es wichtig, nah an und mit der Zielgruppe zu arbeiten um soziale, ökologische und ökonomische Zusammenhänge besser zu verstehen und aus nächster Nähe zu erfahren. Vor Ort ganz nah bei den Projekten und Menschen zu sein, erscheint mir daher auch meist als wichtiger Weg um Probleme effizient anzugehen und nachhaltige Lösungen zu entwickeln – vor allem gemeinsam.

Wie hat dein Umfeld reagiert?

Sabine: „Ich hab’s gewusst“ war durchschnittlich die erste Reaktion meiner FreundInnen und Familienangehörigen. Da ich in den vergangenen zehn Jahren nicht unbedingt die Sesshafteste war, hielt sich die Überraschung für mein soziales Umfeld eher in Grenzen, dass es mal wieder weg von Österreich geht.

Welche Erwartungen hast du?

Sabine: Der Schlüssel zum Erfolg bei solch einem Einsatz ist wohl, eher geringe bis keine Erwartungen zu haben. Dennoch erwarte ich mir natürlich eine sehr spannende Zeit, in der ich Expertise weitergeben und gemeinsam mit großartigen Menschen großartiges Schaffen kann. Und natürlich erhoffe ich mir, dass ich nach Ende meines Einsatzes auf positive Veränderungen blicken kann – sei es in der Nachhaltigkeit von Projekten, in der Organisationsentwicklung oder bei einzelnen Menschen.

Du hast bereits PEZA-Erfahrung, warum ist der Personaleinsatz heute noch wichtig?

Sabine: Mein Verständnis von Entwicklungszusammenarbeit beruht auf gegenseitigem Lernen und Austausch um Lebenssituationen gemeinsam nachhaltig zu verändern und zu verbessern. Menschen sind in ihrem Umfeld immer ihre eigenen ExpertInnen, dennoch ist es oftmals hilfreich in gewissen Feldern andere Ansichten, Erfahrungen und Know-How einzubringen. Das funktioniert aus meiner Sicht am besten im direkten Austausch, wenn man nah mit den Menschen zusammen arbeiten kann und sich Problemen gemeinsam annimmt.


Zur Person

Sabine Ebner hat während ihres Studiums der Kultur- und Sozialanthropologie sowie der Internationalen Entwicklung zahlreiche Freiwilligenprojekte und EZA-Praktika in Ländern des Globalen Südens gemacht und für sich früh erkannt, dass es nicht reicht sich auf den Privilegien „auszuruhen“, die man als geborene Österreicherin aus sicheren Verhältnissen inklusive guter Bildung und voller Gesundheit mitbringt. Nach kürzeren Einsätzen in u.a. Indien, Kambodscha und Nicaragua war sie 16 Monate in der Organisationsentwicklung in einer lokalen NGO in Myanmar tätig. Zurück in Österreich arbeitete Sabine bei einer Regierungsorganisation in der Integrationsarbeit bevor sie sich nach knapp 2 Jahren entschied, wieder zurück in die EZA und somit auf einen weiteren Einsatz zu gehen.

Partnerorganisation

Die Organisation SIHA (Strategic Initative for Women in the Horn of Africa) ist ein Netzwerk von über 90 Organisationen der Zivilgesellschaft aus dem Sudan, dem Südsudan, Somalia, Somaliland, Äthiopien, Eritrea, Dschibuti, Uganda und der Küstenregion Kenias. SIHA wurde 1995 von einem Kollektiv aus Frauenrechtsaktivistinnen mit dem Ziel gegründet, die Kapazitäten von einzelnen Frauenrechtsorganisationen mehr zu bündeln und zu stärken. SIHA fördert und entwickelt Projekte um die Rechte von Frauen in den oft stark patriachalen Kontexten zu stärken und vor allem Gewalt an Frauen und Mädchen zu bekämpfen. Die Arbeit zielt des Weiteren auch darauf ab, u.a. Frauen den Zugang zur Justiz zu erleichtern, in ihrer wirtschaftlichen Unabhängigkeit zu fördern sowie integrative Frauenbewegungen zu stärken.

Ziel des Projekteinsatzes

Der Fokus des Einsatzes liegt auf der Unterstützung bei der Entwicklung und Stärkung von Strukturen in Monitoring und Evaluierung (MEAL) innerhalb der Organisation und Partnerorganisationen. Ziel ist es, effektive und effiziente MEAL-Richtlinien zu entwickeln um zukünftig noch wirksamer und nachhaltiger Projekte mit und für Frauen und Mädchen umsetzen zu können. Sabine Ebner wird dabei SIHA beraten, die Kapazitäten in Bezug auf MEAL Strukturen und bedarfsorientierten Programmansätzen auszubauen.

Mitgliedsorganisationen