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Umwelt- & Klimapolicy: Was wir für die Umwelt tun


Kategorien Allgemein, austria, interview

2020 war und 2021 ist das Jahr der neuen Policies und Richtlinien. HORIZONT3000 erarbeitet erstmals eine umfassende Umwelt und Klimapolicy. Was in Wien bereits seit einigen Jahren unter dem Titel „Green Office“ firmiert und auch in unserem Jahresbericht seit einiger Zeit einen fixen Platz als Nachhaltigkeitsbericht hat, wird nun in einem partizipativen Prozess in ein Policy Dokument gegossen und auch auf die Projektarbeit umgelegt.

Martina Luger, die mit diesem Policy-Prozess befasst ist, gibt uns einen kurzen Einblick übers Warum und Wieso:

Wofür braucht HORIZONT3000 eine Umweltpolicy?

Martina: Bei HORIZONT3000 sind wir uns sehr über die zentrale Rolle von Umwelt und Klima für nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung bewusst. Wir sehen jeden Tag die direkten Auswirkungen von Umweltzerstörung und Klimawandel auf unsere Zielgruppen im Globalen Süden, die auch in Europa immer spürbarer werden. Mit der neuen Umwelt- und Klimapolicy will HORIZONT3000 seine Position und Strategien zum Schutz der Umwelt, Klimawandelanpassung und Kilmaschutz darlegen.

Wir wollen sicherstellen, dass unsere Projekte und Programme:

  • keinen Schaden anrichten und unerwünschte, negative Auswirkungen auf die Umwelt, natürlichen Ressourcen und Menschen durch unsere Arbeit verhindern
  • die Kapazitäten unserer Projektpartner und ihrer Zielgruppen in Bezug auf den Schutz, die Wiederherstellung und die verantwortungsvolle Nutzung der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme und anderen Maßnahmen zur Klimawandelanpassung und Klimaschutz stärken, um ihre Widerstandsfähigkeit zu erhöhen
  • zu den wesentlichen nationalen und internationalen Vereinbarungen, Rahmenwerken, Strategien und Verträgen in Bezug auf Umwelt und Klima beitragen.

Was sind für dich die zwei wichtigsten Kernpunkte der Policy?

Martina: Eine Policy ist nur etwas wert, wenn sie auch umgesetzt wird. Wir entwickeln unsere Policies daher in partizipativen Prozessen und integrieren neben unseren eigenen MitarbeiterInnen in Wien und unseren Partnerländern auch unsere Partner vor Ort sowie unsere Mitgliedsorganisationen und großen Geldgeber wie die ADA. Dabei haben wir uns auf zwei Kernpunkte konzentriert: das Office Management und die operative Programm- und Projektarbeit mit unseren Partnern.

Was können wir mit der Policy ändern? Wo gibt’s Veränderungspotential, das über die Policy angestoßen wird?

Martina: Wir tun ja schon einiges um unseren Klima- und Umweltfußabdruck zu verringern. Gleichzeitig ist es wichtig einen institutionellen Rahmen dafür zu haben, der für alle Stakeholder Orientierung schafft. Wir wollen mit gutem Beispiel voran gehen und andere dazu motivieren sich auch ambitionierte Ziele zu stecken.

Wir haben uns z. B. vorgenommen, unser Büro in Wien bis 2025 klimaneutral zu führen, unsere Regional und Länderbüros sollen spätestens bis 2030 nachziehen und eineN Klima- und Umwelt-BeauftragteN bekommen. Weiters wird es im Rahmen unseres Wissensmanagements (KNOWHOW3000) verstärkt Trainings im Klima- und Umweltbereich für unsere MitarbeiterInnen genauso wie für unsere Partnerorganisationen geben, die wir verstärkt beim Mainstreaming von Klima- und Umweltfragen auf Organisationsebene sowie in der Projektumsetzung und beim Netzwerken unterstützen. Außerdem werden wir basierend auf den Erfahrungen in unseren Klimaleuchtturmprojekten weitere spezifische Projekte mit Fokus auf Klimawandelanpassung mit unseren PartnerInnen vor Ort entwickeln und umsetzen. Auch unsere Regional und Länderbüros sowie unsere Partnerorganisationen werden sich an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels anpassen müssen um weiterhin für ihre Zielgruppen da zu sein.

Warum engagierst du dich für die Umwelt?

Martina: Warum engagieren sich nicht alle für Umwelt und Klima? Das ist die Basis unseres Lebens und Wirtschaftens, wenn wir hier nicht endlich als Weltgemeinschaft ernsthaft und ausreichend aktiv werden, müssen wir in Zukunft ohne ein stabiles Klima und andere Umweltleistungen auskommen, und das stelle ich mir viel unangenehmer vor als jetzt die Ärmel aufzukrempeln und eine ökosoziale Transformation unserer Gesellschaften voranzutreiben, damit ein gutes Leben für alle möglich ist, statt Luxus für wenige. Hier haben wir als reiche Länder eine besondere Verantwortung, mit gutem Beispiel voran zu gehen. 

Mehr zu CO2-Kompensation unter:
https://klima-kollekte.at/

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